Zugunglück im Hauptbahnhof von Salzburg - viele Verletzte

Zugunglück im Hauptbahnhof von Salzburg - viele Verletzte
+
Viele kleine und einige große Fragen beschäftigten die Dachauer Bürger am Mittwochabend im Thomahaus. 

Bürgerversammlung im Dachauer Thomahaus

Weiße Flecken und braune Häufchen

  • schließen

Bei der Bürgerversammlung für die Altstadt sowie die Stadtteile Udlding, Webling und Mitterndorf bestimmten weniger die großen Themen wie Wohnen und Verkehr die Debatte. Vielmehr bringen derzeit vor allem kleine Häufchen die Gemüter vieler Dachauer in Wallung.

Dachau – Heike Peters sagt von sich, Hunde zu lieben. Aber: „Ich hasse Hundesch...!“ Am Udldinger Hang würden immer mehr Hundebesitzer die Häufchen ihrer Vierbeiner hinterlassen, weshalb sie sich frage: „Es kann doch nicht sein, dass es keine Ordnungshüter mehr gibt, die unsere Ordnung hüten!“

Oberbürgermeister Florian Hartmann gab Peters unumwunden recht: „Müll wird immer mehr zum Problem.“ Der Verbrauch an Hundemülltüten sei enorm, jedes Jahr würden 500 000 Stück verteilt. Aber selbst die würden knapp, da „die Leute oft auch gleich 20 abreißen“, so Hartmann. Ihm blieb daher nichts als der Appell, „dass jeder mitnimmt, was er hinterlässt“.

Renate Dorfner aus der Dr.-Hiller-Straße wird es langsam ebenfalls zu viel: „Wir kriegen seit gut zehn Jahren keine Parkplätze mehr!“ Sie forderte daher für das Wohngebiet am Weblinger Hang eine Anwohnerparkzone, deren Dringlichkeit sie mit der Bemerkung unterstrich: „Ich hab wirklich das Gefühl, wir werden da oben vergessen!“

OB Hartmann gab zu, dass erst mal keine Anwohnerparkzone für den Bereich Weblinger Hang geplant sei. Derzeit würde noch genau verfolgt, wie die bislang einzige Parkzone in der Nähe des Bahnhofs funktioniere. Schon jetzt stehe fest: „Der Parkdruck verlagert sich.“ Wenn überhaupt, würden neue Parkzonen daher erst mal in den angrenzenden Bereichen des Bahnhofs eingeführt. Um die Anwohner des Weblinger Hangs zu entlasten, wolle er aber Gespräche mit dem Klinikum führen: Vielleicht könnte ja für die Mitarbeiter ein Parkplatz geschaffen werden, so dass die nicht mehr ins Wohngebiet ausweichen müssten? Für das Klinikum, glaubt Hartmann, „könnte das ein Image-Gewinn sein“.

Stefan Zausinger ging es um die Versorgung der Altstadtbewohner. Ob die Stadt die Ansiedlung eines Supermarkts oder „romantischen Kramerladens“ unterstützen oder planen könnte? Der OB konnte auch hier wenig Hoffnung machen. Zwar gehe in München der Trend wieder hin zu kleineren Läden, „Rewe City“ oder „Edeka Express“ heißen dort die Mini-Supermärkte. Auf dem Land aber würden die Einzelhandelsketten noch immer auf die großen Märkte samt riesiger Parkplätze setzen. Hartmann hofft jedoch, dass die rege Bautätigkeit Wirkung zeigt: „Wenn immer mehr Menschen in die Altstadt ziehen, wird es eventuell wieder besser.“

Das Thema Glasfaser beschäftigte mehrere Anwesende. Das Gebiet am Udldinger Hang etwa sei ein „weißer Fleck“, ebenso wie die Klosterstraße. Hartmann betonte, dass die Stadt bei Straßensanierungen flächendeckend Leerrohre für Glasfasern einziehe. Dies werde damit auch passieren, wenn die Klosterstraße nach Abschluss der aktuellen Bauarbeiten repariert werde. In Udlding liefere auf alle Fälle die Citycom schnelles Internet via Glasfaser.

Eine Frage an Dachaus Polizei-Chef Thomas Rauscher hatte Gerhard Schmid: Ob schon feststehe, was mit dem Gelände der Polizei an der Dr.-Höfler-Straße passiere, wenn die Polizei nach Dachau-Ost zieht? Rauscher erklärte, dass das Gelände an die Stadibau (Gesellschaft für den Staatsbediensteten Wohnungsbau in Bayern mbH) verkauft werde. „Wann die loslegen“, so Rauscher, „wissen wir aber nicht.“

Alex Schmid schließlich fragte sich: „Wie sollen wir in Zukunft aus Dachau rauskommen?“ Er selbst pendle jeden Tag nach München und habe oft nach stundenlangem Stau „schon keinen Bock mehr auf die Arbeit“! Hartmann malte ein düsteres Bild: „Wir sind schon gut, wenn es uns gelingt, den Status Quo zu halten.“ Er riet, auf den Bus umzusteigen, der dank neuester Ampel-Technik bald beschleunigt durch Dachau düsen werde. Eine schnelle Position im Stadtverkehr habe man als Autofahrer daher künftig vor oder nach einem Bus – „am schnellsten aber ist man im Bus“!

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Busse werden zum Problem
Die Bauarbeiten am Parkplatz der KZ-Gedenkstätte haben noch gar nicht begonnen, da regt sich schon der Unmut der Anwohner. Denn die fürchten den neuen Standort der …
Busse werden zum Problem
Weil sie sich außergewöhnlich engagieren
Sie engagieren sich weit über den Unterricht hinaus, auch dann noch, wenn sie bereits Freizeit hätten. Dafür bekamen jetzt besondere Schüler den Förderpreis des …
Weil sie sich außergewöhnlich engagieren
Ehrungen künftig mit System
Erst seit zwei Jahren ist die neue Führungsriege der SpVgg Erdweg im Amt, hat aber schon einige Projekte ins Auge gefasst. Ein Ziel wurde bereits verwirklicht: eine …
Ehrungen künftig mit System
Hohes sportliches Niveau
Die Hauptversammlung im TSV Jetzendorf stand heuer zwar im Zeichen der Neuwahl, dennoch interessierte die vielen Versammlungsbesucher auch das sportliche Geschehen in …
Hohes sportliches Niveau

Kommentare