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Kiste in Brand: Die Kunden eines Taxifahrers hatten in der Februarnacht 2016 den Brand in Webling bemerkt, die Feuerwehr verhinderte Schlimmeres

Urteil des Landgerichts München II

Fünfeinhalb Jahre Haft für den Brandstifter von Webling

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Aus Rache hat ein 34-jähriger Familienvater im Februar 2016 ein Haus in Webling angezündet. Nun bekam er vom Landgericht München II die Strafe: Wegen schwerer Brandstiftung und vorsätzlicher Körperverletzung muss er für fünfeinhalb Jahre ins Gefängnis.

Dachau– Der 34-jähriger Familienvater aus Bulgarien hat seine von ihm getrennt lebende Frau, den Sohn sowie elf weitere Menschen in Gefahr gebracht, als er in der Februarnacht 2016 das Haus in Webling anzündete (wir berichteten). Nun bekam er vom Landgericht München II die Strafe: Wegen schwerer Brandstiftung und vorsätzlicher Körperverletzung muss er für fünfeinhalb Jahre ins Gefängnis.

Am Abend vor der Tat hatte die entzweite Familie noch gemeinsam den vierten Geburtstag des Sohnes gefeiert. Doch dabei schaute der Vater ein bisschen zu tief ins Glas und wurde reizbar. Deshalb verließ die Mutter zusammen mit dem Kind die Feier gegen 21 Uhr. Darüber ärgerte sich wiederum der 34-Jährige. Er rief seine Ex-Frau mitten in der Nacht an. Vergeblich. Er schickte ihr eine SMS: „Wenn du bis drei Minuten nicht anrufst, werde ich kommen und das Hotel in Brand setzen.“ Doch die Frau schlief bereits.

Gegen 4.30 Uhr ging er zu dem Wohnhaus in Webling, goss Benzin über eine Kissenbox und eine Holzanrichte und zündete beides an. Nur dem Zufall ist es zu verdanken, dass ein Flammeninferno ausblieb: Taxigäste entdeckten das Feuer, der Fahrer setzte einen Notruf ab.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Bulgaren auch 13-fachen versuchten Mord vorgeworfen. Davon rückte das Gericht aber ab, weil es nicht davon ausging, dass er den Tod des Sohnes billigend in Kauf nahm. 

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