Baby unterwegs! Herzogin Kate mit Wehen im Krankenhaus

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Völlig zerstört wurde der Lastwagen bei dem Überschlag zwischen Überacker und Einsbach. Der 56-jährige Fahrer wurde im Führerhaus eingeklemmt und lebensbedrohlich verletzt.

Wetterchaos im Landkreis - Schwerer Unfall bei Einsbach

Sturm fegt Lastwagen von der Straße - Fahrer schwer verletzt

Ein 56-jähriger Lastwagenfahrer ist bei dem Sturm am Donnerstagnachmittag lebensgefährlich verletzt worden. Der Wind drückte seinen Lkw von der Straße, im Acker überschlug sich der Lastwagen. Der Fahrer wurde im Führerhaus eingeklemmt.

Landkreis - Nahezu 24 Stunden waren die Rettungskräfte im Landkreis Dachau im Dauereinsatz. Am Mittwochabend sorgte der Wintereinbruch für ein Verkehrschaos, gestern Nachmittag sorgte der Sturm für mehrere Einsätze. Ein schwerer Unfall hat sich zwischen Überacker und Einsbach ereignet: Der Sturm fegte einen Lastwagen von der Straße. Die Windböen waren auf freiem Feld so stark, dass ein erwachsener Mann kaum aufrecht stehen konnte. Der 56-jährige Lastwagenfahrer konnte offenbar seinen unbeladenen 7,5-Tonner mit Planenaufbau nicht auf der Straße halten. Er wurde laut Polizei nach rechts von der Straße gedrückt, im Graben überschlug sich der Lkw einmal. Dabei wurde der Lastwagen völlig zerstört. Der Fahrer wurde im Führerhaus eingeklemmt. Helfer der Feuerwehr befreiten ihn mit einem Rettungsspreizer. „Der Mann wurde lebensbedrohlich verletzt“, wie ein Sprecher der Dachauer Polizei mitteilte. Der Friedberger wurde mit dem Rettungswagen in ein Münchner Krankenhaus gefahren – „der Hubschrauber konnte bei dem starken Wind nicht fliegen“, so die Polizei. Im Einsatz waren die Feuerwehren Dachau-Land, Sulzemoos, Gernlinden, Überacker und Wiedenzhausen. In Einsbach wurde die Sulzemooser Feuerwehr außerdem zu einem Haus gerufen, das der Sturm abdeckte. Hier sicherten die Ehrenamtlichen das Dach, so der Polizeisprecher. Zahlreiche weitere Alarmierungen lauteten: „Baum auf Straße“, wie etwa an der Amperbrücke beim Familienbad in Dachau. Der Wintereinbruch am Mittwochabend mit überfrierender Nässe, starkem Wind und dichtem Schneefall hatte vor allem auf der Autobahn für ein Verkehrschaos gesorgt. Zwischen Dachau und Adelzhausen ging teilweise auf der spiegelglatten Straße nichts mehr. Die Auffahrten wurden gesperrt, querstehende Lastwagen aus dem Weg geschoben, damit die Räumfahrzeuge durchkamen. Die Hilfsorganisationen waren stundenlang im Einsatz. Auch abseits der Autobahn krachte es. Ein Fahrschulfahrzeug verursachte zwischen Indersdorf und Niederroth einen Unfall mit drei Verletzten. Gegen 21.30 Uhr war der VW Tiguan einer Fahrschule, besetzt mit einem 32-jährigen Fahrlehrer und einer 23-jährigen Fahrschülerin, beide aus Dachau, in Richtung Markt Indersdorf unterwegs. Auf Grund einer Unachtsamkeit bei winterlichen Straßenverhältnissen geriet das Fahrschulfahrzeug ins Schleudern und fuhr auf die Gegenfahrbahn. Dort stieß es frontal mit einem entgegenkommenden VW Golf eines 40-jährigen Indersdorfers zusammen. Beim Zusammenstoß verletzten sich alle Fahrzeuginsassen leicht und wurden vom Rettungsdienst ins Krankenhaus Dachau gebracht. Die Autos mussten abgeschleppt werden. Am Tiguan entstand Sachschaden in Höhe von 10 000 Euro, am Golf in Höhe von 5000 Euro. Die Feuerwehr Markt Indersdorf reinigte die Fahrbahn von auslaufenden Betriebsstoffen. Die Autobahnauffahrten Dachau, Sulzemoos und Odelzhausen mussten in der Nacht rund zwei Stunden gesperrt werden – nach Kleinunfällen und wegen der winterlichen Straßenverhältnisse. Um 20.30 Uhr war nach der Anschlussstelle Odelzhausen in Fahrtrichtung Stuttgart der Fahrer eines Fiat-Kleintransporters zu schnell unterwegs, wie die Verkehrspolizeiinspektion Fürstenfeldbruck mitteilte. Der Fiat geriet ins Schleudern, kollidierte mit einem VW auf der rechten Spur und kippte auf die Leitplanke. Verletzt wurde niemand, die Polizei beziffert den Sachschaden auf 12 000 Euro. Eine knappe Stunde später krachte ein Mercedes-Kleintransporter, der laut Polizei ebenfalls zu schnell unterwegs war, gegen die Betongleitwand und nach rechts in die Leitplanke. Auf einer Länge von rund zwei Kilometern war die Autobahn von „festgefahrenem Schnee, fast schon Eis“, überzogen, so ein Sprecher der Verkehrspolizeiinspektion. An der Steigung kurz nach der Anschlussstelle Odelzhausen in Richtung Stuttgart gab es für einige Fahrzeuge kein Vorankommen mehr, sodass sich ein Rückstau bildete. Lastwagen standen quer. Die Feuerwehr schob einige Fahrzeuge beiseite oder half ihnen beim Anfahren, sodass der Verkehr halbwegs abfließen konnte, bis der Räum- und Streudienst eintraf. Auch in den Ausfahrten Sulzemoos und Odelzhausen in Fahrtrichtung Stuttgart hingen mehrere Fahrzeuge fest. Die Anschlussstelle Dachau/Fürstenfeldbruck war in Fahrtrichtung Stuttgart um 22.15 Uhr komplett gesperrt, ebenso wurden die Einfahrten Sulzemoos und Odelzhausen in Fahrtrichtung Stuttgart gesperrt, „um die Fahrbahn für Räum- und Streufahrzeuge freizubekommen“, so der Polizeisprecher. Gegen 0.30 Uhr konnte die Autobahn wieder freigegeben werden. Die Feuerwehren aus Sulzemoos, Odelzhausen, Wiedenzhausen, Feldgeding, Günding, Dachau, Einsbach, Höfa, Geiselbullach und Graßlfing sowie das THW Dachau waren im Einsatz.
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Nikola Obermeier

Christian Stangl

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