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Das Schlussbild : Die Männer lassen die Frauen tanzen – Marion Peccolo, Heinz Dietz, Bernd Leupold, Ingrid Zellner, Herbert Thurner und Gabi Betz (von links).

„Göttinnen weißblau“ in großer Spielfreude

Theater am Stadtwald feiert gelungene Premiere

Das Theater am Stadtwald hat mit der Komödie „Göttinnen weißblau“ von Cornelia Willinger vor vollem Haus Premiere gefeiert. Die Zuschauer waren begeistert.

Dachau  Die Darsteller der einfallsreichen Inszenierung mit vielen Gags und flotten Sprüchen unter der Regie von Erich Meister sind für ihre Spielfreude mit tosendem Beifall belohnt worden. Für Überraschung sorgt unter anderem, wenn die Kabine des Lifts hinter dem Fenster im Bühnenbild mit Alpenpanorama vorbeischwebt.

In dem Stück geht es um den Machtkampf zwischen den Geschlechtern, um Kommunalpolitik und Naturschutz, in dem das Birkhuhn eine Rolle spielt. In den verschneiten Ammergauer Alpen geben die drei ehrgeizigen Schwestern Traudl Hepperger (Ingrid Zellner), Wilma Weinfurtner (Gabi Betz) und Vroni Thalmeier (Marion Peccolo) im Gasthof Schwanenwirt den Ton an. Die Männer haben keine Chance, sich zu behaupten.

Die dominante Traudl, die als neu gewählte Bürgermeisterin aus dem alteingesessenen Familienbetrieb ein Lifestyle-Kurhotel machen will, hat als glückliche Witwe mit den Männern längst abgeschlossen und macht aus ihrer Abneigung kein Hehl. Mit Ingrid Zellner ist diese Rolle ideal besetzt. Sie zieht alle Register, um der Traudl Kontur zu verleihen, zunächst rechthaberisch und bissig, bis es sie zum Schluss doch noch erwischt, weil der hartnäckige Briefträger Willi Winkler (Bernd Leupold) keine Ruhe gibt.

Traudls Sohn Andreas, der Burli (herrlich dargestellt von Korbinian Konwitschny), ist wegen der ständigen Bevormundung seitens seiner Mutter auf dem Weg, „stockschwul“ zu werden. Und die Ehemänner Heinz Dietz als Franz Thalmeier und Herbert Turner als Edi Weinfurtner haben sowieso die Nase voll von der Lieblosigkeit ihrer Frauen. Als Männerballett haben sie sich sogar in ein Tutu, das Ballettröckchen einer Primaballerina, stecken lassen. Und weil sie sich so unwiderstehlich darin bewegen, ist ihnen der Applaus des Publikums sicher. Dann suchen sie ausgerechnet zu Silvester im Tal ihr Glück und setzen dafür den Skilift außer Betrieb.

Wie der Konflikt zwischen den leidgeprüften Männern und ihren in Misskredit geratenen Frauen ausgeht, wird nicht verraten.

Zur musikalischen Umrahmung spielten die Sialabecka Notendratza mit Katharina Schmid, Katharina Stegmair und Franziska Glas stimmungsvolle alpenländische Klänge.

Vorstellungen im ASV-Theatersaal finden statt am 2., 3., 9., 10., 16. und 17. November, jeweils um 20 Uhr.

ink

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