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Bereiten sich derzeit auf ihr Abenteuer vor: Michael Pietzonka, Tobias Pietzonka, Benjamin Markovic und Bernard Zeidler nehmen mit ihrem 25 Jahre alten Bully an der nördlichsten Rallye der Welt teil.

Abenteuer für den guten Zweck

Vier Dachauer nehmen an der nördlichsten Rallye der Welt teil

Mit dem VW Bus um die Ostsee fahren, insgesamt 9000 Kilometer in 16 Tagen, durch zehn Länder, ohne GPS-Navigation und ohne Autobahn. Die vier Dachauer Benjamin Markovic (31), Tobias (33) und Michael Pietzonka (30) sowie Bernard Zeidler (30) wollen sich dieser Aufgabe stellen – für einen guten Zweck!

Mit einem 25 Jahre alten VW Bully nehmen sie als „Chaoscityriders“ im Juni an der „Baltic Sea Circle Rallye“ teil. Und dabei sammeln sie Spenden für soziale Einrichtungen in Dachau. Im Interview erklären sie, wie die Idee entstand und wie sie sich auf die nördlichste Rallye der Welt vorbereiten.

Wie seid Ihr auf die Idee gekommen, bei der Rallye mitzumachen?

Benjamin: Wir sind durch einen Facebook-Post auf die Rallye aufmerksam geworden. Sofort waren wir Feuer und Flamme und haben uns dann zu viert angemeldet.
Tobias: Wir suchen immer nach neuen Herausforderungen, so viele Länder in so kurzer Zeit zu bereisen war auch ein Reiz für uns. Die Route führt durch Deutschland, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Russland, Estland, Lettland, Litauen, Polen. Es ist ein Abenteuer mit Rallye-Charakter, kombiniert mit der Spendenaktion, das ist einfach etwas Besonderes.

Woher kommt der Name „Chaoscityriders“?

Bernard: Unser Motto ist „von Dachau für Dachau“ und unter dem Namen „Chaoscity“ ist Dachau eben weiter bekannt. „Riders“ passt dann super zur Rallye und so kommt beides in „Chaoscityriders“ zusammen.

Was habt Ihr für dieses Abenteuer bis jetzt schon vorbereitet?

Benjamin: Nachdem klar war, dass wir das zu viert machen, dachten wir uns, wir brauchen einen Bus. Vom Veranstalter werden während der Rallye Aufgaben an die Teams gestellt und damit Punkte vergeben: Beispielsweise wer nicht im Hotel, sondern im Zelt oder Fahrzeug schläft, bekommt Extrapunkte. Deshalb werden zwei von uns im Bus schlafen und die anderen beiden im Zelt.
Michael: Die Vorgabe war außerdem, dass das Auto mindestens 20 Jahre alt sein muss. Fündig wurden wir in einer Kleinanzeige, und auch der Verkäufer war von unserem Vorhaben begeistert. Das Teilnehmerauto darf zudem nicht mehr als 2500 Euro kosten, das hat unser VW-Bus auch erfüllt. Gemeinsam haben wir das Auto dann noch hergerichtet und mit dem „Chaoscityriders“-Schriftzug bekleben lassen.
Tobias: Aus eigener Tasche mussten wir noch rund 1500 Euro reinstecken.
Bernard: Den Leo- und Lions- Club haben wir dann auch mit ins Boot geholt, da wir selbst ja keine Organisation sind und wir demnach jemanden brauchen, der die Spenden verteilt und Spendenquittungen ausstellen kann. So können wir außerdem mehrere Aktionen unterstützen, damit für jeden Spender etwas dabei ist.

Wo gehen Eure Spenden hin und wie viel ist schon zusammengekommen?

Michael: Schon von Anfang an wollten wir das Franziskuswerk Schönbrunn unterstützen. Der Leo- und Lions-Club hat uns dann noch die Greta-Fischer-Schule und den Integrationskindergarten Himmelreich empfohlen.
Bernard: Uns ist es wichtig, drei konkrete Projekte zu haben, so weiß jeder, wofür er spendet. Genauere Informationen zu den Förderprojekten sind auf unseren Social-Media-Kanälen zu finden. Aktuell haben wir schon über 4400 Euro zusammen (Stand: 24. März).

Was ist Euer Ziel?

Tobias: Das selbst gesteckte Ziel ist 10 000 Euro. Das ist ambitioniert, aber zu schaffen.
Bernard: Wenn schon, denn schon! Wir sammeln ja auch während der Rallye im Juni noch weiter. Die Sache ist uns ernst, wir ziehen das durch und wollen durch öffentliche Präsenz noch mehr auf uns aufmerksam machen.

Wie kann man Euch unterstützen?

Michael: Wir freuen uns wirklich über jeden einzelnen Euro! Die Spenden sammeln wir über die Internetplattform „Betterplace“. Das Geld wird dann an den Leo- und Lions-Club übermittelt, und gemeinsam werden wir die Summe direkt, transparent und zu 100 Prozent an unsere drei Förderprojekte übergeben. Jeder Euro kommt garantiert an!
Bernard: Unsere Reise finanzieren wir selbstverständlich aus der eigenen Tasche.
Benjamin: Zudem sind wir auch in den sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram (Chaoscityriders) vertreten und freuen uns über jeden Follower.
Tobias: Auf unserem Bus bieten wir für Firmen gegen eine Spende auch Werbefläche an. Also hoffen wir auf lokale Firmen, deren Werbung wir bis zum Nordkap und hoffentlich wieder sicher zurückbringen.
Michael: Wir freuen uns wirklich über jeden, der über uns spricht und in irgendeiner Weise auf uns aufmerksam macht! Unser Spendenlink ist www.betterplace.org/f32098. Vielen Dank!

Interview: Johannes Pressler

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