Eine Gruppe Menschen vor einem Haus.
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Bei dem Auf- und Abbau des Hilfskrankenhauses half das THW und die Feuerwehr mit. Hier ein Gruppenbild mit der Gesundheitsministerin Melanie Huml und den Vertretern des Landratsamts, des Klinikums und des Rettungsdienstes. (Symbolbild)

THW und Feuerwehren ziehen Bilanz

Während der Pandemie: 4000 Stunden Dienst am Bürger

Das THW und die Feuerwehren im Landkreis Dachau haben während der Pandemie 4000 Stunden Dienst am Bürger getan. Dabei waren 855 Personen im Einsatz.

Dachau – Die Feuerwehr und das THW ziehen eine Einsatzbilanz zur Corona-Pandemie. Fazit: Es war arbeitsreich. Mit der Beendigung des Katastrophenfalls zur Bewältigung der Corona-Pandemie in Bayern wurden durch die Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW im Landkreis Dachau auch die letzten Anlagen und Sanitätszelte abgebaut.   

Insbesondere waren das die Corona-Teststrecke auf dem Volksfestplatz in Indersdorf sowie die Nothilfezelte vor den Kliniken in Dachau und Indersdorf. Am vergangenen Samstag wurden die letzten Zelte, Anlagen und Bauteile durch ehrenamtlich Dienstleistende instand gesetzt, sortiert und eingelagert.

„Mit diesem Arbeitsdienst kann die Einsatztätigkeit im Bereich Feuerwehr und THW fürs Erste als abgeschlossen bewertet werden,“ wie Kreisbrandinspektor Maximilian Reimoser erklärt.

THW und Feuerwehr waren vielfältig engagiert. Vom Aufbau der Corona-Teststrecke in Indersdorf inklusive Anpassung an die Anforderungen, über Warndurchsagen über die Ausgangsbeschränkungen an mehreren Wochenenden und Feiertagen (Feuerwehren Ampermoching, Hilgertshausen, Pasenbach, Sittenbach und das THW), bis hin zu Transporten von Schutzausrüstung, Desinfektionsmittel und Ausrüstungen aus der Landesbeschaffung reichte die Palette. Die Verteilung der Schutzausrüstung und der Desinfektionsmittel für die Pflegeeinrichtungen und Pfarrverbände im Landkreis galt es zu organisieren, der Aufbau von Sanitätszelten vor den Nothilfen der Kliniken in Dachau und Indersdorf, der Aufbau von Sanitätszelten für die temporäre Unterbringung der KVB-Praxis in Indersdorf, die Verteilung von Desinfektionsmitteln und Schutzausrüstung an die Schulen im Landkreis für die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts waren weitere Maßnahmen. Schließlich waren die Errichtung und der Abbau des Hilfskrankenhauses in Dachau zu leisten.

Im Einsatz waren über den gesamten Zeitraum 31 Feuerwehren, das THW-Ortsverband Dachau und die Kreisbrandinspektion. Aus dem Bereich Feuerwehr und der Kreisbrandinspektion leisteten 540 Einsatzkräfte rund 2300 Einsatzstunden. Das THW war mit 315 Einsatzkräften rund 1650 Stunden im Dienst. Das ergibt die enorme Summe von 855 Einsatzkräften sowie beinahe 4000 Stunden Dienst für die Bürger des Landkreises Dachau. Kreisbrandrat Franz Bründler und Kreisbrandinspektor Georg Reischl bedankten sich für die Einsatzbereitschaft und außerordentlich gute Zusammenarbeit.

„Das Coronavirus wird die Hilfsorganisationen im Landkreis jedoch an anderer Stelle noch weiterhin beschäftigen: Zur Vermeidung von Ausfällen ganzer Einheiten wurde in den vergangenen Monaten der Übungs- und Ausbildungsbetrieb maximal reduziert, um Infektionsverschleppungen durch die einzelnen Einheiten und einheitenübergreifend zu vermeiden. Für die Wiederaufnahme des Übungsbetriebs sind bei allen Feuerwehren sowie für die landkreisweiten Ausbildungen umfangreiche und aufwendige Hygienekonzepte zu erarbeiten und umzusetzen,“ sagt Reimoser.

Insbesondere das derzeit erlaubte Üben mit kleinen Einheiten in Gruppenstärke (bis zu neun Einsatzkräfte) fordert auf der Ausbilderseite einen deutlich höheren Aufwand.

dn

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