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Rund ging’s auf dem Dachauer Volksfest am Freitagabend: Tagsüber hatten die Besucher bei schönstem Wetter ihren Spaß mit den Fahrgeschäften, abends musste die Festwiese wegen des Unwetters komplett geräumt werden.

Unwetter beendet die Wiesn vorzeitig

Volksfest komplett geräumt

Am Freitag ist etwas passiert, das es in der langjährigen Geschichte des Dachauer Volksfestes noch nicht so oft gab: Wegen des heftigen Unwetters wurde der Volksfestplatz vorzeitig komplett geräumt.

Dachau Um 21.45 Uhr mussten alle Schausteller am Freitag dicht machen und die Besucher des Volksfestes – auch in den Bierzelten – wurden aufgefordert, nach Hause zu gehen.

Es lag eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes der höchsten Warnstufe (Warnungen vor extremen Unwettern – Stufe 4) vor. Es wurde mit Gewittern und Windböen bis zu einer Geschwindigkeit von 120 Stundenkilometern gerechnet. Deshalb beschloss die städtische Festleitung in Absprache mit der Feuerwehr, dem BRK und der Polizei um 21.45 Uhr den Platz zu räumen.

Ab Windgeschwindigkeiten von bis zu 74 km/h muss die Bewirtung in den Zelten laut Bauordnung beendet werden, da sonst Gefahren für die Besucher des Volksfestes drohen. Der zuständige städtische Amtsleiter Max Haberl schildert den Ablauf der Entscheidungsfindung wie folgt: „Um 21.15 Uhr wurden wir von der Feuerwehr über die Unwetterwarnung informiert. Sofort fand sich der Krisenstab des Volksfests zusammen und hat die ersten Vorbereitungen für die vorzeitige Beendigung des Volksfestabends getroffen. Zeitgleich wurde der Oberbürgermeister über die geplanten Maßnahmen informiert. Um 21.45 Uhr wurde die Räumung eingeleitet.“ Zuerst wurden die Schausteller aufgefordert, zu schließen. Danach ging man in die Zelte.

Haberl: „Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, da die Stimmung trotz des schon zum diesem Zeitpunkt starken Regens zumindest in den Zelten fantastisch war. An den Fahrgeschäften und Buden haben sich die Besucher des Platzes untergestellt oder waren auf dem Weg nach Hause bzw. zu einem anderen trockenen Plätzchen. Zu diesem Zeitpunkt wurden vom Flughafen München Böen mit 110 km/h gemeldet. Um die Sicherheit der Besucher vor dem angekündigten weiteren Unwetter zu gewährleisten, haben wir die uns für die unangenehme aber notwendige Variante entschieden.“

Die Räumung des Platzes lief laut Haberl weitgehend geordnet und zügig. Um 23.15 Uhr sei die Krisenlage offiziell beendet worden.

OB Florian Hartmann lobte die Besucher für die Kooperation bei der Räumung des Platzes. Das Gleiche gelte auch für die Wirte, die Sicherheitsdienste und die Schausteller.

dn

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