Ein Dixi-Klo konnte sich im Sturm nicht halten und kippte um. 
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Ein Dixi-Klo konnte sich im Sturm nicht halten und kippte um. 

Starkregen und Wind im Landkreis

Wetter-Chaos: Sturmtief über Bayern - Einsatzkräfte sprechen von „erheblichen Sachschäden“

  • Stefanie Zipfer
    vonStefanie Zipfer
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Sturmtief „Petra“ hat die Einsatzkräfte in Stadt und Landkreis Dachau auf Trab gehalten. Insgesamt 25 Mal mussten sie ausrücken, um die Schäden zu beseitigen. 

  • Das Sturmtief „Petra“ hat in Stadt und Landkreis Dachau erheblichen Schaden angerichtet.
  • Einsatzkräfte mussten insgesamt 25 Mal ausrücken.
  • Die Hochwasserlage ist weiterhin angespannt. 

Landkreis – Alles in allem, sagte Kreisbrandrat Klaus Bründler, sei das Sturmtief „Petra“ zwar auch über Stadt und Landkreis Dachau hinweggefegt, „aber alles in grünem Bereich“. Insgesamt 25 Einsätze hatten die Feuerwehren dabei zu bewältigen, wobei vor allem die Wehren aus Dachau, Feldgeding, Günding, Altomünster und Sulzemoos ausrücken mussten. Der Schwerpunkt, mit elf Einsätzen, war in der Stadt Dachau“, betonte Bründler.

Dachau (Bayern): Einsatzkräfte in Alarmbereitschaft

Während die Kameraden in der Großen Kreisstadt ab zirka halb 6 Uhr morgens vor allem wegen umgestürzter Bäume im Dauereinsatz waren, galt es Bründler zufolge im Hinterland eher den Folgen des Starkregens Herr zu werden. „Das Problemflüsschen“ Maisach bei Günding habe dabei zeitweise einen kritischen Pegelstand aufgewiesen, und auch die Amper und der Gröbenbach würden nach wie vor „im Blick behalten. Wir prüfen die ganze Zeit“, so Bründler.

In Dachau-Süd begrub ein umgestürzter Baum ein Auto unter sich.

Wetter: Sturmtief „Petra“: Wind richtete erhebliche Sachschäden an

In Dachau kamen aufgrund des Sturms zwar keine Menschen zu Schaden; dennoch richtete der Wind „erhebliche Sachschäden“ an, wie die Polizei berichtete. An der Konrad-Adenauer-Straße etwa fiel ein mobiles Verkehrsschild um und beschädigte dabei das Heck eines geparkten Autos. An der Alten Römerstraße brachte der Wind ein Dixie-Klo zum Umfallen. An der Burgfriedenstraße entwurzelte der Sturm einen Baum, der im Fallen ein geparktes Auto sowie das Dach eines Wohnhauses beschädigte. Schaden: zirka 10 000 Euro.

Sturm „Petra“ über Dachau: Feuerwehr mit zahlreichen Einsätzen

Am Heideweg endete ein Baum-Fall mit dem Totalschaden zweier Pkw, 65 000 Euro dürften hierfür bei der Versicherung in Rechnung gestellt werden, wie die Polizei schätzt. Der umfangreichste Einsatz im Dachauer Stadtgebiet aber fand an der Ludwig-Dill-Straße auf Höhe des Hallenbads statt, wie Feuerwehr-Sprecher Wolfgang Reichelt betonte; um drei umgekippte Baum von der viel befahrenen Straße zu entfernen, musste die Fahrbahn in beide Richtungen zirka 45 Minuten gesperrt werden – im morgendlichen Berufsverkehr!

Wetter in Bayern: Sturm „Petra“ - Nicht alle Einsätze waren dringend

Allerdings erwiesen sich nicht alle Alarmierungen als wirklich dringend. Drei voll gelaufene Keller wurden der Dachauer Feuerwehr gestern gemeldet, von zwei Einsatzorten aber mussten die Kameraden unverrichteter Dinge wieder fahren. Grund, so Reichelt: „Einen Keller auszupumpen ist eine technische Hilfeleistung. Hierfür stellt die Stadt eine Rechnung entsprechend ihrer Gebührensatzung.“ Manche Hausbesitzer hätten sich angesichts dieser Kosten daher entschieden, lieber einen Eimer in die Hand zu nehmen und ihre Keller lieber selbst zu trocknen. Allerdings, so Reichelt, müsse man auch differenzieren: Oft würde der Feuerwehr gemeldet, dass im Keller das Wasser einen halben Meter hoch stehe. Am Ende stelle sich heraus, dass anstelle einer Überschwemmung lediglich eine Pfütze entstanden sei, „für die unsere Pumpen nicht zu verwenden sind“.

Die Maisach ließ Wiesen und Felder zur „Eisolzrieder Seenplatte“ werden.

Die neue, rund um die Uhr besetzte Wachbereitschaft, bestehend aus haupt- und ehrenamtlichen Kräften, sollte gestern übrigens nicht ausreichen. In stürmischen Zeiten mussten auch zusätzliche Ehrenamtliche ran: „Etliche“, so Reichelt, seien daher am Morgen „statt in die Arbeit in die Feuerwehr gefahren“.

Der Sturm hat auch in anderen Gebieten Bayerns den Verkehr lahmgelegt und für viele Schäden gesorgt. 

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Sturmtief Sabine zieht über Deutschland hinweg. Für Bayern hat sogar die Warnapp Katwarn ausgelöst. Schulen bleiben geschlossen, alle Informationen gibt es hier.

zip

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