Eine Frau
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Setzt alle Hebel in Bewegung, um ihre Schwester zu retten: Lida Ansari.

Afghanistan-Krise

„Wir geben nicht auf!“ - Dachauerin will Schwester retten

  • Stefanie Zipfer
    VonStefanie Zipfer
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Lida Ansari, deren Schwester als Juristin in Kabul um ihr Leben fürchtet, hat immer noch Hoffnung, ihre afghanischen Verwandten retten zu können.

Dachau - Wie berichtet, ist die 48-jährige Schwester erstens aufgrund ihres Geschlechts, aber auch aufgrund ihrer früheren Tätigkeit, zu der auch gehörte, Taliban ins Gefängnis zu bringen, in Lebensgefahr.

Die Juristin steht zwar auf der Liste des deutschen Auswärtigen Amts, hatte es bislang aber auf keinen der Bundeswehr-Rettungsflüge nach Deutschland geschafft.

Wie die seit vielen Jahren in Dachau lebende und arbeitende Lida Ansari mitteilt, habe die Familie nun aber zumindest eine halbwegs gute Nachricht aus Berlin erhalten: So werde die Bundesregierung die verbleibenden schutzbedürftigen Menschen auf keinen Fall im Stich lassen wollen, weshalb Lida Ansaris Schwester nun auf einer weiteren Liste geführt werde, die die Rettung von Menschen nach dem 31. August, also dem offiziell letzten Tag des Bundeswehr-Einsatzes in Afghanistan, vorsieht. „Das ist der Plan B der Regierung“, hofft Lida Ansari und kündigt außerdem an: „Wir geben nicht auf, wir werden alle Hebel in Bewegung setzen!“ Der Schwester, die sich weiter in Kabul versteckt halten muss, sei „mental und physisch fertig, wie die ganze Familie“, so die Dachauerin.

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