Neubau oder Erweiterung samt Sanierung

Was passiert mit dem Landratsamt?

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Es ist ein weiteres Mammutprojekt, das neben dem Bau des 4. Landkreisgymnasiums in Karlsfeld ansteht: der Neubau oder die Sanierung des Landratsamts in Dachau. Noch ist die Vorgehensweise offen.

Dachau – Noch steht nicht fest, ob das Landratsamt am bisherigen Standort am Weiherweg bleibt, erweitert oder neu gebaut oder an anderer Stelle errichtet wird. Derzeit finden verschiedene Voruntersuchungen statt. Die ersten Ergebnisse wurden nun im Kreistag präsentiert.

So hat beispielsweise die Büroplanungsfirma Congena die Mitarbeiter des Landratsamtes über ihren Arbeitsplatz befragt und anhand der Ergebnisse ein mögliches Bürokonzept vorgelegt. Bei der Befragung wurde vor allem deutlich, dass künftig interne und externe Bereiche im Gebäude getrennt werden sollen, um die Sicherheit sowie den Datenschutz zu erhöhen. Derzeit sind die meisten Büros auch für Bürger zugänglich, im neuen Landratsamt soll der öffentliche Bereich von den übrigen Zimmern abgetrennt werden. Zudem gibt es zu wenig Besprechungsräume, und das Störpotenzial durch Straßenlärm oder andere Geräusche ist zu hoch.   

Auch fehlt häufig die räumliche Nähe zwischen Abteilungen, die zusammenarbeiten. Als Bürokonzept schlägt Mirjana Loitzl von Congena deshalb ein Kombibüro vor. Das bedeutet: Die Vorteile von Zellenbüros werden mit den Vorteilen eines Großraumbüros verknüpft. Die einzelnen Büroräume schließen somit direkt an Gemeinschaftsflächen an.

Derzeit wird das neue Landratsamt für rund 450 Mitarbeiter geplant. Es soll eine Tiefgarage auf zwei Ebenen erhalten. Es werden weiter Standortalternativen in Dachau geprüft. „Das Problem ist der Zeitfaktor“, sagte Landrat Stefan Löwl im Kreistag. „Auf dem MD-Gelände oder neben der Bahnunterführung können wir erst in zehn Jahren anfangen zu bauen. So lange halten wir das an der Stelle nicht mehr aus!“ Deswegen wird weiter der aktuelle Standort unter die Lupe genommen. Die Stadt hat die Kriterien für einen Neubau an alter Stelle genannt. Unter anderem sollen alle Stellplätze unterirdisch in einer Tiefgarage erstellt werden und die Zufahrt alleine über den Bürgermeister-Zauner-Ring erfolgen. Nach ersten Ergebnissen eines Verkehrsgutachtens ist das möglich. Auch die Anlieger wurden in die Planungen einbezogen. In einem Gespräch im Landratsamt signalisierten alle Nachbarn, mit einem Verbleib am jetzigen Standort einverstanden zu sein.

Im September sollen die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie präsentiert werden, so dass im Kreistag im Oktober der endgültige Standort festgelegt werden kann. Anfang 2018 soll dann ein Architektenwettbewerb starten.

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