Endlich geschafft: Melanie Baumgartner, Franziska Wittmann und Ludwig Rohle (v.l.) haben die letzte Abschlussprüfung an der Wirtschaftsschule Dachau abgelegt.
+
Endlich geschafft: Melanie Baumgartner, Franziska Wittmann und Ludwig Rohle (v.l.) haben die letzte Abschlussprüfung an der Wirtschaftsschule Dachau abgelegt.

Dachauer Wirtschaftsschüler haben‘s geschafft

Ein interessantes Abschlussjahr für die Scheibner-Schüler

  • Verena Möckl
    VonVerena Möckl
    schließen

An der Scheibner Wirtschaftsschule in Dachau haben 95 Schülerinnen und Schüler gestern ihre letzte Prüfung absolviert – Die Erleichterung ist groß.

Dachau – Bunte Luftballons hängen in der Eingangshalle der Wirtschaftsschule Scheibner in Dachau. Die Schülerinnen und Schüler des Abschlussjahrgangs haben ihre letzte Prüfung hinter sich gebracht. „Ich bin richtig erleichtert, dass wir es geschafft haben. Der ganze Druck ist endlich weggefallen“, sagt Melanie Baumgartner aus Hebertshausen. Für die 16-Jährige seien die vergangenen Wochen eine große Herausforderung gewesen. Es habe noch eine große Menge an Stoff gegeben. Letztlich habe aber alles „ganz gut geklappt“.

Ludwig Rohle, 17, aus Dachau blickt auf ein, wie er sagt, „sehr interessantes“ Schuljahr zurück. „Als wir zu Beginn der Krise Söders Pressekonferenz im Klassenzimmer angesehen haben, haben wir noch alle gejubelt“, erzählt er. Die Freude über die schulfreie Zeit war jedoch nicht von langer Dauer. „Wir haben das anfangs alle auf die leichte Schulter genommen“, erinnert sich Melanie Baumgartner. Womit die Schüler nicht rechneten: Aus ein paar Wochen wurden mehrere Monate. „Dadurch hat man die Erfahrung gemacht, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, in die Schule gehen zu können“, sagt Ludwig Rohle. „Wir haben dadurch gelernt, uns selbst zu motivieren.“

Schulleiter Mathias Aricaz zeigt sich zufrieden. Die Kommunikation und Organisation über digitale Plattformen hat dem Schulleiter zufolge „sehr gut funktioniert“. Seit der siebten Klasse arbeiten die Schülerinnen und Schüler dort mit Ipads. Das sei allen Beteiligten nun zu Gute gekommen.

„Klar gab es im Distanzunterricht auch Probleme“, so Melanie Baumgartner. Oft habe die Motivation gefehlt, sich anzustrengen, gibt Ludwig Rohle zu. Im Klassenzimmer oder alleine daheim nicht aufzupassen sei ein großer Unterschied. Die Interaktion zwischen den Lehrern und Schülern habe im Distanzunterricht besonders gefehlt – ebenso der persönliche Kontakt zu den Klassenkameraden in der Schule, auf der Klassenfahrt.

Dreimal wären die Schüler in den letzten zwei Jahren gemeinsam weggefahren, erzählt die 17-jährige Dachauerin Franziska Wittmann. Die Berlin- und England-Reise war bereits fest geplant, dann wurde sie verschoben und schließlich ganz abgesagt. „Das war echt eine große Enttäuschung.“

Eine Abschlussfeier lassen sich die Absolventen jedoch nicht nehmen. Einige Betreuungslehrer hätten eine „Mini-Abschlussfeier“ organisiert, verrät Ludwig Rohle. Auch seine Klasse habe noch privat eine kleine Ersatzfeier geplant. Am 29. Juli findet dann die feierliche Zeugnisvergabe statt. „Wir werden da klassenweise vorgehen“, sagt Aricak. „Wenn das Wetter mitspielt, dann findet die Verleihung draußen am Max-Mannheimer-Platz statt.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare