Unfall auf dem Weblinger Weg

Zu schnell in die Kurve: Zwei Schwerverletzte

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Zwei Menschen sind bei einem Unfall am Sonntagabend auf dem Weblinger Weg schwer verletzt worden. Ein 18-jähriger BMW-Fahrer aus Olching war in der Kurve auf Höhe Pellheim auf die Gegenspur geraten und stieß frontal mit einem Mercedes zusammen. Die Ursache war vermutlich überhöhte Geschwindigkeit, wie die Polizei mitteilte.

Dachau – Den Rettern bot sich ein schreckliches Bild, als sie am Unfallort eintrafen. „Der Mercedes stand völlig demoliert auf der Straße, der BMW an einem Baum in der Böschung, zwei Personen im Auto eingeklemmt, wie es zunächst aussah.“ Wolfgang Reichelt, Pressesprecher der Feuerwehr, war bei dem Unfall am Sonntagabend auch im Einsatz – gemeinsam mit 35 Kollegen von der Freiwilligen Feuerwehr Dachau, den Einsatzkräften vom Rettungsdienst und der Polizei. Zwei Menschen wurden bei dem Unfall schwer verletzt, einer von ihnen sogar lebensgefährlich.

Ein 18-jähriger BMW-Fahrer aus Olching war am Sonntagabend gegen 20.25 Uhr auf dem Weblinger Weg stadtauswärts unterwegs gewesen. In der leichten Rechtskurve auf Höhe der Abzweigung nach Pellheim geriet er auf die Gegenfahrbahn „Vermutlich infolge überhöhter Geschwindigkeit“, wie Polizeihauptkommissar Roland Itzstein in einer Pressemitteilung erklärt. Ein entgegenkommender 23-jähriger Dachauer mit seinem Mercedes „hatte keine Chance mehr“, er konnte weder bremsen noch ausweichen. Der BMW, in dem noch eine 17-jährige Schülerin aus Schwabhausen sowie ein 18-jähriger Münchner saßen, krachte frontal in den Mercedes. Das Auto wurde durch die Wucht des Aufpralls von der Straße in die Böschung geschleudert und prallte gegen einen Baum. Die beiden Insassen hatten Glück, sie wurden nur leicht verletzt.

Schlimmer hat es die Beifahrer im BMW getroffen: Die 17-jährige Schwabhauserin und der 18-jähriger Münchner waren im Fahrzeug eingeschlossen, „nicht eingeklemmt, wie es zunächst aussah“, berichtet Reichelt. Nachdem die Feuerwehrkräfte den BMW ein Stück aus der Böschung und aus den Büschen gezogen hatten, „so dass man an die Türen hinkonnte“, bauten die Helfer der Feuerwehr auf der Beifahrerseite die Türen ab, dann wurde das Dach mit dem Hydraulikzylinder, der wie eine teleskopierbare Stange funktioniert, etwa 15 Zentimeter nach oben gedrückt.

„So hatten wir genug Platz, um den verletzten Mann vom Beifahrersitz zur Seite rauszunehmen und auf das Rettungsbrett zu legen. Der 18-jährige Patient wurde mit lebensbedrohlichen Verletzungen mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus Bogenhausen geflogen. Die 17-Jährige wurde von der anderen Seite von den Feuerwehrhelfern gerettet. Auch die Schwabhauserin wurde mit dem Hubschrauber abtransportiert, sie kam nach Großhadern. Während der Rettung waren die beiden glücklicherweise ansprechbar. Inzwischen sei der Zustand von beiden Patienten stabil, der 18-Jährige sei außer Lebensgefahr, sagte Itzstein am Montag.

Zur Klärung der Unfallursache wurde ein Unfallanalytiker hinzugezogen. Der Gutachter habe überhöhte Geschwindigkeit als Unfallursache eingestuft so Itzstein. „Aber man muss das endgültige Ergebnis abwarten.“ An den Fahrzeugen entstand Totalschaden in Höhe von insgesamt 35 000 Euro.

Die Feuerwehr Dachau sicherte die Unfallstelle und leuchtete die Straße für den Gutachter aus. 35 Feuerwehrleute waren im Einsatz – es war der vierte am Muttertag. Um 0.30 Uhr waren die letzten Helfer zu Hause.

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