Säckeweise Müll haben die Fridays-for-Future-Mitglieder übergeben.
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Säckeweise Müll haben die Fridays-for-Future-Mitglieder um Wolfgang Mader (l.) an OB Florian Hartmann (2.v.l.) übergeben. Auch die Dachauer Grünen, angeführt von Kreisverbandssprecherin Karin Beittel (r.), machten bei der Müllsammel-Aktion mit.

Dachauer Fridays-for-Future-Mitglieder riefen zum Müllsammeln auf

Zupackender Umweltschutz

Dachau – Die Dachauer Fridays-for-Future-Bewegung hat eine „Corona-sichere Ausweichaktion“ veranstaltet, wie Organisator Wolfgang Mader die Müllsammel-Aktion vom vergangenen Freitag beschreibt. Statt Groß-Streiktag hieß es diesmal Groß-Sammel-Tag – oder besser gesagt -Tage.

Zusammen mit den Dachauer Grünen, der Volt-Partei, dem Bündnis für Dachau und dem Kindergarten St. Hildegard sammelten viele fleißige Helfer in wenigen Tagen mehr als 50 Säcke Abfall, der auf Dachaus Straßen herumlag. Teilweise wurde auch im Landkreis gesammelt, die meisten Säcke wurde aber im Stadtgebiet gefüllt.

Denn auf die Klimakatastrophe aufmerksam zu machen, bedeute auch „zupacken“, wie Wolfgang Mader betont. Mader und seine Mitstreiter erschreckte nicht nur die Menge an Müll, sondern vor allem, wie schnell die großen blauen Müllsäcke damit voll waren. Aber auch, wie gesäuberte Stellen nur kurze Zeit später wieder verdreckt waren.

Oberbürgermeister Florian Hartmann kennt die momentan prekäre Müllsituation in Dachau. „Wir haben ein viel höheres Müllaufkommen seit der Corona-Pandemie, vor allem beim To-Go-Material“, berichtete das Stadtoberhaupt bei einem Treffen mit der Fridays-for-Future-Bewegung.

Die Umweltschützer übergaben einige Müllsäcke symbolisch an den OB, der ja alle Bürger zur Mithilfe beim Müllsammeln aufgerufen hatte. Hartmann zufolge bietet die Stadt dabei auch einen besonderen Service an: „Wir holen die Säcke auch bei den Bürgern daheim ab, auch wenn es nur zwei sind“, betonte Hartmann ausdrücklich und lobte in dem Zusammenhang die Arbeit der engagierten Bauhofmitarbeiter.

Gesammelt wurde in den Tagen so ziemlich alles, was man sich vorstellen kann: vom „normalen“ Abfall über unzählige Schnapsflaschen bis hin zu einer kompletten Markisenanlage inklusive Kurbel, aber auch Schwangerschaftstests und Schnuller.

sim

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