Die Radaraufzeichnung von flightradar24.com: Die gezackte grüne Linie des Flugzeugs könnten die Kreise sein.

Vermutlich waren das zwei Eurofighter der Luftwaffe

Fünf weiße Ringe am Himmel: Ein Trainingsflug

Fünf weiße Ringe über dem Münchner Westen haben am Mittwochvormittag für Erstaunen im Landkreis Dachau gesorgt. Viele rätselten, woher die Ringe kommen. Die Lösung lautet: Es waren eines oder mehrere Flugzeuge - bloß welche, ist die Frage.

Dachau - Viele Dachauer schickten Fotos vom einem Heiligenschein über Weichs, den Olympischen Ringen über dem Monte Kienader – ein Zeichen, dass die die Winterspiele von Pyeongchang in den Landkreis Dachau verlegt werden? oder hat hier etwa ein Passagierflugzeug Kerosin angelassen? Weit gefehlt: Es handelt sich um Trainingsflüge - entweder der Firma Grob Aircraft, mit dem aktuellen Propeller-Flugzeug G120 TP, oder der Luftwaffe.

Um 10:05 Uhr zog auf jeden Fall das Flugzeug der Firma Grob am Himmel seine Kreise - und zwar nahe des Flugplatzes Mindelheim-Mattsies. Den Beweis liefert die Internetseite flightradar24.com: Gibt man über Mindelheim im Münchner Westen die Uhrzeit 9.05 Uhr (Greenwich Mean Time) ein, taucht ein Flugzeug des Typs G120 TP auf. Auf dem Radar ist in Grün die Fluglinie zu sehen: Kreise und Zick-zack-Bewegungen zu sehen, die gezackte Linie können die Kreise sein, die in der zwei dimensionalen Radaraufzeichnung so natürlich nicht zu sehen sind. Bei dem Flugzeug G120 Gt handelt es sich um ein zweisitziges, kunstflugtaugliches einmotoriges Flugzeug der Grob Aircraft AG. Laut Wikipedia wird das Flugzeug als Trainingsflugzeug für die militärische Pilotenaus- und -weiterbildung entwickelt.

Ein Sprecher der Firma Grob sagte, dass täglich Trainingsflüge mit dem Flugzeug im unteren Luftraum bis 5000 Fuß stattfinden. Der Flugplatz ist der Werksflugplatz der Firma Grob. 

Allerdings will auch die Luftwaffe um die gleiche Zeit eine Übung durchgeführt haben, mit zwei Eurofighter. „Nach unseren Radardaten wurden die Kondensstreifen durch zwei Eurofighter der Bundeswehr erzeugt“, wie Oberstleutnant Dr. Jan Reichmann vom Luftfahrtamt der Bundeswehr mitteilte. „Die beiden Maschinen waren im Rahmen des täglichen Routineflugbetriebs im Bereich Lechfeld und Landsberg unterwegs.“ Bei den Übungsflügen in Höhen zwischen 9755 Metern  und 10365 Metern über Grund haben sich laut Reichmann offenbar Kondensstreifen gebildet, die wegen der Wetterlage längere Zeit sichtbar waren. „Kondensstreifen können sich nur bilden, wenn in der Flughöhe die Luft ausreichend kalt und feucht ist“, so Reichmann. Es bedürfe hierzu einer Lufttemperatur von mindestens -40°C und einer Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent. Daher schließe er aus, dass das Flugzeug der Firma Grob der Verursacher der Ringe sei   - wegen der im Flightradar angegebenen Flughöhe von lediglich knapp 2000 Fuß (rund 600 Meter).

Flüge der Luftwaffe können aus verschiedenen Grünen zu Irritationen führen. Ein Einsatz zweier Eurofighter über Nürnberg führte zu einem lauten Knall und Anrufen bei der Polizei.

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