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Die Gewinner schufen laut Jury eine vorbildliche Lebenswelt: Energiepreisverleihung im Landratsamt mit (von links) der Architekt der Familie Demel Andreas Hauß, der Elektriker der Familie Demel Sascha Jugovic, Martina Demel, der Zimmerer der Familie Demel Michael Bergmüller, Walter Demel, Landrat Stefan Löwl, Lothar Swete, der Architekt von Lothar Swete Ludwig Mittl und Klimaschutzbeauftragte Christina Lütke. Vorne von links Alexander und Andreas Demel. 

Zwei Familien ausgezeichnet

Haus energetisch saniert - und dafür Energiepreis gewonnen

Der Dachauer Energiepreis geht heuer an die Familien Swete aus Petershausen und Demel aus Dachau. Beide überzeugten die Jury, weil sie ihre Häuser innovativ saniert hatten.

Dachau – „Ich freue mich, auch in diesem Jahr die zwei einmaligen und nachhaltigsten Projekte aus der Region zu ehren. Schon jetzt meinen herzlichen Glückwunsch!“ Mit diesen Worten eröffnete Landrat Stefan Löwl die Verleihung des Dachauer Energiepreises 2018 im Dachauer Landratsamt. Aus sechs Bewerbungen wurden zwei Gewinner ausgezeichnet, die ihr Einfamilienhaus in eine energiesparende, vorbildliche Lebenswelt verwandelten: die Familien Demel und Swete.

Preisträger Lothar Swete aus Petershausen plante die energetische Sanierung seines Hauses, das unter anderem eine Hybridwasserwärmepumpe erhielt und mit einer kontrollierten Wohnraumlüftung ausgestattet wurde. „Die Wohnraumlüftung leitet 95 Prozent der erzeugten Wärme wieder in das Haus zurück. Auf diese Weise verlieren wir keine Energie durch das Fensterlüften“, erklärt der Heizungsbauer Lothar Swete. „Außerdem haben wir eine 20 Quadratmeter große Solaranlage verbaut, mit der wir die fünf Prozent der verlorenen Energie zurückgewinnen“, fährt Swete fort. Die Holzfaserdämmung an Fassade und Dach helfe ebenfalls, so viel Energie wie möglich einzusparen.

Landkreis Dachau: Energiepreis geht an zwei Familien 

Die Klimaschutzbeauftragte im Landratsamt Christina Lütke lobte das Projekt für die „innovative Verzahnung von verschiedenen Heizungsarten und zusätzlichen energetischen Maßnahmen“.

Die Gewinner der anderen Hälfte des mit 3000 Euro dotierten Preises, Martina und Walter Demel aus Dachau, arbeiteten an einem Plus-Energie-Haus. Das heißt, es wird mehr Energie produziert als verbraucht. Während seine zwei Söhne stolz zu ihm aufblicken, erklärt Walter Demel: „Unsere Fotovoltaikanlage richtet sich gen Süden aus, sodass viel Solarenergie in einem Schichtspeicher aufgenommen werden kann.“ Das Haus zeichnet sich laut Demel auch durch eine gute Wärmedämmung aus, die aus einer luftdichten und hochgedämmten Gebäudehülle bestehe.

Das Haus ist laut Lütke wegen seiner Holzrahmenbauweise und Dämmung eine gute Alternative in Anbetracht der steigenden Preise für Heizrohstoffe. Am Ende hatte die Klimaschutzbeauftragte noch eine wichtige Botschaft: „Wenn auch das Klima schwierig zu fassen ist, kann jeder Einzelne etwas bewegen.“ Nadine Morgendbrod

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