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Das fulminante Jugendsinfonierorchester beim Frühlingskonzert mit der Leiterin Gudrun Huber. 

Zweites Konzert des Dachauer Jugendsinfonieorchesters

Ein Wunschkonzert im Frühling

Rund 120 Zuschauer fanden ins Ludwig-Thoma-Haus, als das Dachauer Jugendsinfonieorchester (DJSO) zum Frühlingskonzert einlud. Vor allem die zwei Solistinnen brillierten auf der Bühne.

Dachau – Das Jugendorchester wurde im letzten Jahr von der der Musikwissenschaftlerin und Geigenlehrerin Gudrun Huber gegründet und hatte im Herbst sein fulminantes Debüt. Die Proben für das Frühlingskonzert im Thomahaus und in der Mittelschule in Markt Indersdorf waren laut einer Musikerin „sehr intensiv und teilweise zäh“, da viele Mitglieder erst kurzfristig dazu gekommen waren. „Unsere Werke und Komponisten haben heute nicht viel mit dem Frühling zu tun“, nahm die Musikerin gleich vorweg und raubte den Zuschauern die Hoffnung auf Vivaldis „Vier Jahreszeiten“. Das begründete die junge Dame so: „Wir haben uns lange davor zusammengesetzt und bestimmt, was wir unbedingt einmal spielen und aufführen wollen.“ Damals sei noch nicht klar gewesen, wann und wo das Konzert stattfinden soll. Es gelte also als Zufall, dass dieses Wunsch-Konzert auf den Frühling fiel.

Das Ensemble und Leiterin Gudrun Huber enttäuschten mit ihrer Auswahl jedoch keineswegs. Zwölf Violisten, zwei Cellisten und ein Musiker am Kontrabass eröffneten das Konzert mit Francois Couperins „Pièces en concert“ für Violoncello und Streichorchester. Dabei stach vor allem die Solistin Verena Ewald am Cello heraus.

Weiter hing es mit Henryk Wieniawskis „Violinkonzert Nr. 2 in d-moll“. Auch hier begeisterte eine Solistin: Susanna Morper bewies wie im vergangenen Jahr ihre Passion fürs Geigespielen. Bei José Moncayos „Huapango“ konnte sich das 29-köpfige Orchester bei einer Mischung aus mexikanischer Volksmusik und Klassikelementen voll entfalten.

Nach der Pause ging es mit einem Harry-Potter-Medley vom Filmkomponisten John Williams weiter. Abgerundet wurde das Konzert mit James-Bond-Melodien. Am Ende hatte die Musikerin mit ihrer Einführungsmoderation Recht behalten: „Es wird für alle – Zuschauer wie Musiker – etwas dabei sein.“

(mik)

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