Glatte Eineser: Cornelia Becher, Anna Dobler und Theresia Martin schlossen ihr Abitur mit 1,0 ab. Rechts Schulleiter Kurt Stecher. Foto: hab

JEG Dachau verabschiedet seinen "enorm großen Abiturjahrgang"

Dachau - 158 Schüler des Josef-Effner-Gymnasiums haben es endlich geschafft! Acht Jahre lang hieß es büffeln, pauken, zittern. Nach so viel Ehrgeiz, Engagement und Einsatz hielten sie am Freitag endlich das ersehnte Papier in der Hand: ihr Abiturzeugnis.

Anders als den Jahren zuvor fand die Ehrung heuer nicht in der Schulaula, sondern im Karlsfelder Bürgerhaus statt. „Wir haben dieses Jahr einen enorm großen Abiturjahrgang. In unsere Aula hätten wir nicht alle gepasst“, erklärte Direktor Kurt Stecher. Von 161 Schülern schafften bis auf drei ihr Abitur. 45 meisterten die Prüfung mit einem Schnitt von 1,9 oder besser. Cornelia Becher, Anna Dobler und Theresa Martin erreichten sogar einen Schnitt von 1,0. Anna Dobler, Jahrgangsstufenbeste, durfte sich gleich mehrmals freuen: Von der Sparkasse Dachau gab es dafür ein Stipendium für eine Sprachreise im Wert von 1200 Euro. Und auch ihre Facharbeit schaffte es unter die besten vier. Sie bekam dafür eine Auszeichnung sowie einen Gutschein für eine Fachzeitschrift im Wert von 120 Euro verliehen.

Kollegstufenbetreuer Hans Glas durfte sich über besonders viel Lob der Absolventen freuen. „Er machte keinen Unterschied, ob ein guter oder schlechter Schüler ihm gegenüber saß. Wo er nur konnte, unterstützte er uns“, sagte Abi-Redner Sebastian Wittmann. Minutenlang feierten die Abiturienten ihren „besten Stundenplanmacher“, „genialen Mathelehrer“ und „Helfer in jeder Lebenslage“.

Viel zu meckern hatte Wittmann in seiner Rede sowieso nicht. Vielleicht, dass es kein Kollegstufenzimmer mehr gibt. Oder aber dass einige Fächer jetzt Abiturpflichtfächer sind. „Mathe und Deutsch, das ist zwar ne schöne Sache, aber im Abitur brauchen wir die wirklich nicht.“ Einen besseren Redner hätten die Effner-Schüler wirklich nicht finden können. Sebastian Wittmann redete nicht lang herum, brachte alles auf den Punkt und vergaß dabei trotzdem nicht, seine Rede lustig, charmant und einfallsreich zu gestalten.

Viel Mut bewiesen auch die beiden jungen Männer der Q12 Band. Lautstark übertönten sie mit ihrem Gesang ihre weiblichen Bandkollegen, auch wenn so mancher Ton wohl ein wenig daneben ging. Wie ein Profi dirigierte der Schüler Karl Max Eineichner seine Band zum Lied „Whatever“ von Oasis. Bereits auf vielen Schulgottesdiensten trat er mit seiner Band auf, die sich ohne viel Zutun der Lehrer selbst organisiert hatte.

Nach einer so gelungenen Verabschiedung können sich die Abiturienten erstmal auf eines freuen: Urlaub! Gottseidank hätten es auch die Lehrer während der Schulzeit mit ein paar extra freien Tagen nicht so eng genommen, bemerkte Wittmann.

Dass die folgenden Abiturjahrgänge jetzt Attestpflicht haben sieht er positiv: „Unsere Fehlstunden sehen wir als Dienst an der Disziplin für die zukünftige Jahrgänge.“ (reg)

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