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Wiedergewählt: Aufsichtsratsvorsitzender Günter Wörl (r.) und Aufsichtsrätin Andrea Lochner mit Vorstandssprecher Thomas Höbel.

Weiteres Wachstum gewünscht

Volksbank Raiffeisenbank Dachau zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2018

Die Volksbank Raiffeisenbank Dachau hat sich zur Vertreterversammlung getroffen. Trotz der Niedrigzinsphase ist sie zufrieden mit ihrem Geschäftsjahr - aus einem speziellen Grund.

Dachau– Die Volksbank Raiffeisenbank Dachau hat ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2018 hinter sich. Im Vergleich zum Vorjahr steigerte sie ihr Ergebnis aus normaler Geschäftstätigkeit (operativer Gewinn) um fast 2,7 Millionen Euro auf 19,2 Millionen Euro. Die Bilanzsumme stieg bis Ende 2018 auf 2,1 Milliarden Euro und lag damit 4,1 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Dies teilte der Vorstand der Bank auf der 51. Vertreterversammlung der Volksbank Raiffeisenbank Dachau eG im ASV-Theatersaal mit.

Wesentlicher Treiber für das Wachstum der Bank war eine steigende Nachfrage ihrer Kunden nach Krediten. Das Kundenkreditvolumen konnte um 6,4 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro gesteigert werden. Vorstand Karl-Heinz Hempel stellte fest: „2018 hatten wir wiederum ein deutliches, wenn auch nicht so stürmisches Wachstum unseres Kreditvolumens zu verzeichnen. Im Vorjahr lag das Wachstum noch bei 9,7 Prozent.“ Das lebhafte Kreditgeschäft werde, so Hempel, nach wie vor getragen von Investitionen in die Immobilie.

Negative Auswirkungen auf die Ertragssituation der Bank habe weiterhin das niedrige Zinsniveau: „An der Niedrigzinsphase hat sich nichts geändert. Sie belastet nachhaltig unser Ergebnis. Wir konnten die negativen Auswirkungen nur über ein gesteigertes Kreditvolumen abmildern“, so der Bankvorstand. Weil sich die Personal- und Verwaltungsaufwendungen um mehr als 2 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr erhöhten, lässt sich die Gewinnsteigerung vor allem auf geringere Abschreibungen und Rückstellungen für „faule“ Kredite zurückführen. Dadurch konnten im Vergleich zu 2017 6 Millionen Euro mehr erwirtschaftet werden, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht. Die Mitglieder erhalten auf ihre Genossenschaftsanteile eine Verzinsung von 2,5 Prozent. Auf ihren Gewinn zahlte die Bank fast 5,7 Millionen Euro Steuern.

Aufsichtsratsvorsitzender Günter Wörl zeigte sich mit dem Ergebnis insgesamt zufrieden: „Die betriebswirtschaftlichen Ziele konnten in fast allen Bereichen übertroffen werden. Wir werden qualitativ weiterwachsen.“

Soziales Engagement der Bank

Einen Blumenstrauß für Thomas Höbels Assistentin Elisabeth Taschner: Es war die letzte Vertreterversammlung, die sie organisierte, im Herbst geht sie in Ruhestand.

Vorstandssprecher Thomas Höbel betonte vor allem das soziale Engagement der Bank. Unter dem Zeichen des 200. Geburtstages von Genossenschaftsgründer und Sozialreformer Friedrich Wilhelm Raiffeisen engagierten sich Mitarbeiter aus den Geschäftsstellen an einem Tag für ihre jeweilige Gemeinde. Am sechsten VR-Firmen- und Behördenlauf wurde eine Stammzellentypisierung durchgeführt und dank eines speziell gebrauten Raiffeisenbiers konnte eine Gesamtspendensumme von 8000 Euro an verschiedene gemeinnützige Einrichtungen und Organisationen weitergereicht werden. Die Gestaltung der Kundengarage und Fassade mit Graffiti von Outer Circle wurde 2018 im Rahmen des Gestaltungspreises der Stadt Dachau mit einer Anerkennung ausgezeichnet.

Als großen Erfolg bezeichnete Thomas Höbel die Crowdfunding-Plattform „Viele schaffen mehr“. Bis dato konnten gemeinnützige Vereine und Organisationen 18 Projekte realisieren. Höbel betonte: „Die Nähe zu unseren Kundinnen und Kunden ist unsere große Stärke. Unsere Kunden und Mitglieder stehen für uns an erster Stelle.“

Schließung einer Filiale in Tandern

Trotz dieses Bekenntnisses musste die Volksbank Raiffeisenbank eine Filiale in Tandern schließen. Vertreter Peter Herb aus Tandern kritisierte die Schließung der Filiale im Ort, die aus seiner Sicht zu wenig kommuniziert wurde. Johann Schöpfel bestätigte die kurzfristige Kommunikation und begründete die Filialschließung mit einem veränderten Nachfrageverhalten der Kunden. „Wir stellen laufend auf den Prüfstand, ob wir die Präsenz einer Filiale brauchen“, so Schöpfel. Im digitalen Zeitalter müsse Nähe anders definiert werden.

Die Vertreter der Bank wählten den Aufsichtsratsvorsitzenden Günter Wörl und die Aufsichtsrätin Andrea Lochner einstimmig wieder. Der Dachauer Wörl, dessen Vater die Bank viele Jahre als Vorstandschef leitete, ist Wirtschaftsprüfer und Steuerberater. Lochner ist als Geschäftsführerin eines Bauunternehmens in Markt Indersdorf tätig.

Bernhard Hirsch

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