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Die Attraktion 2016: Volksfestreferent Robert Gasteiger  und OB Florian Hartmann nahmen im ersten Wagen der Wilden Maus Platz (links). Die Sitze des Kettenkarussells (rechtes Bild) sind für (von links) Klaus Mader und Robert Gasteiger zu schmal. Nur OB Florian Hartmann passt rein.

Morgen geht's los

Das ist heuer am Dachauer Volksfest geboten

Das Dachauer Volksfest geht am morgigen Samstag Schlag 12 Uhr mit dem Bieranstich los. Der Rundgang mit Organisatoren, Politikern und Presse am Donnerstag zuvor hat Tradition. Genauso wie die Probleme, die einer der Wiesn-Tester mit den Fahrgeschäften hat.

Im vergangenen Jahr war es die Rutschenröhre eines Laufgeschäfts, in der er steckenzubleiben drohte. Gestern waren es die Sitze des Kettenkarussells, für die offenbar indische Fakire mit ihren Hinterteilen Pate gestanden sind. Dachaus wohlbeleibter Volksfestreferent Robert Gasteiger hat es jedes Jahr beim Volksfestrundgang schwer, die Fahrgeschäfte auszuprobieren. Doch in diesem Jahr gibt es ja: die Wilde Maus. Da passt Gasteiger rein. Und weil Oberbürgermeister Florian Hartmann wie eine Anakonda an ihm vorbeiglitt, konnten beide im ersten Wagen Platz nehmen. Und ab ging es.

Mit bis zu 50 Sachen sauste das ungleiche Duo durch die zahlreichen Kurven der 365 Meter langen Attraktion der Wiesn 2016. Als der Wagen am Ende der Fahrt stoppte, war Gasteiger glücklich: „Das ist vom Feinsten. Das haut Dich da oben ganz schön umanand.“ Vergessen waren enge Röhren und schmale Sitze.

Neben der Wilden Maus gibt es heuer auf dem Dachauer Volksfest fünf größere Fahrgeschäfte, weitere fünf Attraktionen nur für Kinder sowie zahlreiche weitere Buden und Geschäfte fürs Vergnügen und den Magen (siehe Kasten). „Bei den Imbissständen dürfte Schluss sein“, meinte Platzorganisator Klaus Mader zum Thema Expansion, „das Ganze soll nicht zu einem Fressfest verkommen.“

Dass dem nicht so ist, dafür sorgt so manche Traditionseinrichtung. Der Glückshafen etwa gehört zum Dachauer Volksfest wie der Schichtl zur Münchner Wiesn. Die große Losbude gibt es seit 1894. Beim Rundgang räumte Mitarbeiterin Brigitte Walz gerade Plüschtiere in die Gewinnregale, als der Tross aus Organisatoren, Politikern und der Presse bei ihr Halt machte. Walz hielt eben zwei Vögel in der Hand, als einer der Rundgänger ihr zurief: „Das sind aber keine Pleitegeier, oder?“ Mitnichten. Der Erlös des Glückshafens, bei dem heuer 160 000 Lose (jedes fünfte gewinnt) zum Verkauf stehen, dient weiterhin „der Bescherung hilfsbedürftiger Dachauer Bürger“, wie auf einer Tafel zu lesen war.

An die Bescherung nahrungsbedürftiger Rundgänger mahnte bald Platzorganisator Mader, als er rief: „Geht’s weiter, die Würstl werden kalt.“ Denn traditionell geht die Begehung im Franziskaner Garten zu Ende. Auf den Bierbänken fand auch Robert Gasteiger ausreichend Platz.

Thomas Zimmerly

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