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Knapp 100 Rettungskräfte rückten zu dem Brand in der Papierfabrik aus. Jetzt steht fest: Das feuer wurde vorsätzlich gelegt.

Polizei sucht Zeugen

Brandstiftung in der Papierfabrik

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Dachau – Unbekannte Täter haben am Sonntagabend den Brand in der Papierfabrik gelegt. Das ergaben die Ermittlungen der Brandfahnder am Montag. Nun ermittelt die Polizei wegen vorsätzlicher Brandstiftung und sucht Zeugen, die verdächtige Personen bemerkt haben.

Ein Anwohner hatte am Sonntagabend gegen 19.30 Uhr Flammen in dem leerstehenden Gebäude neben dem Wasserturm an der Ludwig-Thoma-Straße entdeckt und die Feuerwehr alarmiert.Ein Großaufgebot an Rettungskräften rückte zur ehemaligen Papierfabrik in Dachau aus. Ein Raum im zweiten Obergeschoß in der ehemaligen Lehrlingswerkstatt stand in Flammen. Das Feuer war in einem Raum im zweiten Obergeschoss des Gebäudes, im Bereich eines Einbauschrankes, ausgebrochen. Zudem wurden die Zimmerdecke und Fenster in Mitleidenschaft gezogen. Knapp 100 Personen von Feuerwehr, THW und Polizei waren im Einsatz. Der Brand wurde von zwei Seiten – von der Ludwig-Thoma-Straße aus und vom Innenhof der Papierfabrik aus über Drehleitern – bekämpft, innerhalb von rund einer Stunde war das Feuer gelöscht. 

Seit Montagnachmittag steht fest: „Es wurde vorsätzlich Feuer gelegt“, sagte Jürgen Weigert, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord. In einem Schrank haben die Brandfahnder „etwas gefunden, mit dem man zündeln kann“. Ins Detail wollte Weigert aus ermittlungstaktischen Gründen nicht gehen. Allerdings handele es sich nicht um Spuren von Brandbeschleunigern. Eine fahrlässige Brandstiftung oder einen technischen Defekt wollen die Fahnder zwar nach wie vor nicht ganz ausschließen, aber „so wie die Spurenlage war, geht man von vorsätzlicher Brandlegung aus.“ 

Die Polizei wisse, dass in der Vergangenheit schon öfter Sachbeschädigungen auf dem Gelände der ehemaligen Papierfabrik gemeldet wurden, „es haben sich öfter mal Jugendliche hier aufgehalten“, so Weigert. Aus diesem Grund bittet die Polizei um Zeugenhinweise (siehe unten). 

Nach Angaben der Polizei entstand ein Sachschaden in Höhe von 10 000 Euro. Am Montagmorgen war der Sachschaden noch mit 50 000 Euro beziffert worden, „aber wir müssen das nach unten korrigieren“, so Weigert. Denn einerseits handele es sich um ein Abrissgebäude, „dann wäre es überhaupt kein Sachschaden“, andererseits stehen die Gebäude teilweise unter Denkmalschutz. „Wir können das schlecht abschätzen.“

Zeugenaufrug:

Personen, die Beobachtungen gemacht haben,die im Zusammenhang mit dem Brand stehen könnten, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck unter Tel: 08141/6120 zu melden.

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