+
Rappelvoll war der Stockmannsaal im Thomahaus am Donnerstagabend - die Atmosphäre war aufgeheizt.

Infoveranstaltung zum Thema Asyl

600 Bürger zwischen Angst und Zuversicht

  • schließen

Dachau - Rund 600 Bürger haben sich am Donnerstagabend im Stockmannsaal des Thomahauses gedrängt, als Landrat Stefan Löwl und OB Florian Hartmann über die Asylunterkunft am Himmelreichweg informierten. Die Stimmung war aufgeheizt, die Diskussion zum Teil emotional – aber trotzdem sachlich.

Landrat Stefan Löwl und Oberbürgermeister Florian Hartmann hatten die Bürger eingeladen, um mit ihnen über die geplanten Unterkünfte für Asylbewerber in Dachau zu sprechen: die zweistöckige Containeranlage für 100 bis 120 Flüchtlinge am Himmelreichweg sowie die Traglufthalle neben dem Parkplatz an der Theodor-Heuss-Straße in Augustenfeld für bis zu 300 Asylbewerber.

 Alle Stühle im Stockmannsaal waren besetzt, viele Besucher standen außen drumherum, auch auf dem Balkon saßen die Zuhörer dichtgedrängt. Rund 600 Bürger wollten Informationen, brachten ihre Ängste und Sorgen zum Ausdruck, kritisierten die Politik, appellierten an die Menschlichkeit, äußerten Zuversicht. Die Redner wurden zwar zum Teil von Zwischenrufen und Zwischenapplaus unterbrochen, vereinzelt mit Buh-Rufen versehen, aber dennoch blieben die Argumente meist sachlich. 

Kräftigen Applaus bekam zum Beispiel eine Anwohnerin aus Himmelreich: Sie habe Angst um ihre 15-jährige Tochter, die immer mit dem Fahrrad unterwegs sei. Diese Angst, die viele Bürger nachvollziehen konnten, konnte Löwl nicht nehmen, auch wenn er mehrmals betonte, dass es im Landkreis keine derartigen Übergriffe von Asylbewerbern gegenüber Frauen gegeben habe. Waltraud Wolfsmüller vom AK Asyl forderte die besorgten Bürger auf, die Asylbewerber kennenzulernen – „so können wir Ihnen die Angst nehmen“. Auch hier applaudierten viele Besucher. 

Löwl appellierte an die Bürger, die Flüchtlinge mitleben zu lassen. Seine Schlussbotschaft lautete: „Nur gemeinsam können wir es schaffen.“ Ein ausführlicher Bericht folgt.

Liebe Leserinnen und Leser, wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Leider erreichen uns zu diesem Thema so viele unangemessene, beleidigende oder justiziable Kommentare, dass eine gewissenhafte und faire Kontrolle nach den Regeln unserer Netiquette nicht mehr möglich ist. Deshalb gibt es nur unter ausgewählten Beiträgen zu diesem Thema eine Kommentarmöglichkeit. Sie können sich beispielsweise unter diesem Artikel zum Thema äußern.

Auch interessant

Heimatshop Winter Aktion, jetzt Rabatte von bis zu 30% sichern!

<center>Schlüzi mit Masskrug - der Schlüsselüberzieher</center>

Schlüzi mit Masskrug - der Schlüsselüberzieher

Schlüzi mit Masskrug - der Schlüsselüberzieher
<center>Kuhglocke schwarz-weiß gefleckt</center>

Kuhglocke schwarz-weiß gefleckt

Kuhglocke schwarz-weiß gefleckt
<center>Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l</center>

Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l

Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l
<center>Höfer2 - Silvaner Sekt brut 0,75</center>

Höfer2 - Silvaner Sekt brut 0,75

Höfer2 - Silvaner Sekt brut 0,75

Meistgelesene Artikel

Doch keine Lösung für Altstadtläden?
Dachau - Es sieht nicht gut aus für die Fortführung der beiden Franziskuswerkläden in Dachau.
Doch keine Lösung für Altstadtläden?
Wegen Urlaub: Dachauer KZ-Tür bleibt vorerst in Norwegen
Dachau - Eigentlich sollte die gestohlene KZ-Tür bereits in die Gedenkstätte nach Dachau zurückgebracht worden sein. Doch das Relikt steht noch in einer norwegischen …
Wegen Urlaub: Dachauer KZ-Tür bleibt vorerst in Norwegen
15 Jahre Dachauer Tafel
Dachau - 1092 Kunden holen jede Woche Lebensmittel in der Tafel ab. Das Ergebnis einer wichtigen Idee, die der BRKler Helmut Thaler vor 15 Jahren hatte. Jetzt wurde bei …
15 Jahre Dachauer Tafel
Wenn man Ludwig Thoma noch eine Frage stellen könnte
Dachau – Zum 150. Geburtstag Ludwig Thomas, der einige Jahre in Dachau lebte, hat sich die Ludwig-Thoma-Gemeinde viel vorgenommen: Außer einer Gedenkveranstaltung und …
Wenn man Ludwig Thoma noch eine Frage stellen könnte

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion