Wasserstreit

Kein Wasser mehr für Eschenried? Der Bürgermeister beruhigt

Eschenried - Nach einem Schreiben des Landratsamt Garmisch-Partenkirchen soll den Stadtwerken München, die Wasser aus der Loisach beziehen, der Hahn zugedreht werden. Betroffen ist auch Eschenried. Das sorgte für Aufsehen. Alles halb so wild, klärt Bürgermeister Simon Landmann auf.

Anfang des Jahres bekam die Gemeinde Bergkirchen Post vom Landratsamt Garmisch-Partenkirchen. Es ging um das Trinkwasser, das der Bergkircher Ortsteil Eschenried von den Stadtwerken München (SWM) erhält. Die SWM wiederum beziehen ihr Wasser zu etwa 20 Prozent aus dem Loisachtal. Deshalb das Schreiben aus Garmisch. 

Laut eines Berichts des Münchner Merkur vom 14. Mai wurde in dem Bescheid mitgeteilt, dass sich die Gemeinde Bergkirchen um eine eigene Wasserversorgung zu kümmern hat – entweder aus eigenen Brunnen oder mit Hilfe von Nachbargemeinden. Die Trinkwasser-Versorgung aus dem Loisachtal rund um Farchant könne, so heißt es in dem Bescheid, „nur noch bis längstens 31.12.2025 geduldet werden“.

In Bergkirchen ist diese Nachricht keine Neuigkeit. Wie von Bürgermeister Simon Landmann zu erfahren war, ist die Ortschaft Eschenried seit dem Jahre 1980, bedingt durch die Lage an der Grenze zur Landeshauptstadt, ans Wassernetz der SWM angeschlossen. Und seit dieser Zeit läuft der Vertrag. 

Der Anschluss ans Münchner Wassernetz „lag auf der Hand“, so Landmann, denn der Moospfarrerweg in Eschenried bildet die Grenze zu München, also wurde Eschenried mit derzeit 240 Bürgern komplett von dort aus versorgt. Bereits im Jahre 2014 ist die Gemeinde Bergkirchen darüber informiert worden, dass sie sich langfristig nach einem anderen Versorger umsehen muss, aber erst 2026 steht der Wechsel an. Wie Landmann sagt, sind 92 Anschlüsse mit einem Verbrauch von 18 000 Kubikmeter Wasser pro Jahr betroffen, eine minimale Menge beispielsweise im Vergleich zum ebenfalls angeschlossenen Unterhaching mit 1,8 Millionen Kubikmetern. 

Ein neuer Leitungsbau von 500 bis 800 Metern sei ein technisches Problem und nicht „verhältnismäßig“ bei dem nur geringen Bedarf von 18 000 Kubikmetern im Jahr. „Wir werden selbstverständlich mit Dachau reden“, so Landmann. Gröbenried und Neuhimmelreich werden sowieso von Dachau aus beliefert.

Ingrid Koch

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