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So sehen Sieger aus: die besten Mittelschüler aus dem Landkreis Dachau.

Mittelschulen im Landkreis Dachau

Löwls Appell: "Wir brauchen Sie!"

Dachau - 340 Schüler haben die Mittelschule im Landkreis in diesem Jahr absolviert, viele mit einem Quali, einige auch mit der Mittleren Reife. Landrat Stefan Löwl nutzt die Gelegenheit bei der Abschlussfeier und wies in seiner Rede auf den Azubimangel im Landkreis hin.

„Ich bin sehr stolz auf unsere Mittelschulen“, verkündete die Schulrätin und fachliche Leiterin des staatlichen Schulamtes Dachau, Agnes Brunner. Und das kann sie auch sein: 25 Schüler aus dem Landkreis Dachau haben die Mittelschule mit einem Notendurchschnitt von 1,5 und besser beendet oder wurden Schulbeste. Diese wurden nun bei einer kleinen Feier im ASV Theatersaal von Agnes Brunner und dem Landrat Stefan Löwl geehrt.

Schüler, die die Mittelschule besuchen, haben nach bestandener Abschlussprüfung in der neunten Klasse den Qualifizierenden Mittelschulabschluss, im Volksmund auch „Quali“ genannt. Besonders leistungsstarke Schüler können allerdings den Mittlere-Reife-Zug absolvieren und erhalten nach bestandener Abschlussprüfung in der zehnten Klasse den Mittlere-Reife-Abschluss.

Im Landkreis Dachau haben an elf Schulen 340 Schüler den Qualifizierenden Mittelschulabschluss versucht, 76 Prozent haben ihn bestanden. 63 Schüler haben den Mittlere-Reife-Zug besucht, und davon haben 98 Prozent die Abschlussprüfung zum Mittlere-Reife-Abschluss bestanden. Diese Zahlen präsentierte Agnes Brunner am Anfang der Feier im ASV-Theatersaal, und das augenscheinlich sehr zufrieden.

Jeder Schüler durfte einzeln auf die Bühne kommen. Die durchwegs sehr guten Abschlussnoten wurden verkündet, und die Schüler erhielten alle ein kleines Geschenk. Außerdem war bei jedem Schüler ein Vertreter der Gemeinde anwesend, in der er wohnt. Musikalisch begleitet wurde die Feier von der Android-Schulband der Mittelschule Markt Indersdorf, die unter der Leitung von Benni Pfeifer bekannte Hits gekonnt interpretierte.

Landrat Stefan Löwl war wohl auch sehr angetan von der musikalischen Untermalung der Feier, denn er lud die Band ganz spontan zum Pizza-Essen ein. Für die Schulabgänger hatte er eine Menge guter Ratschläge in petto. Vor allem: „Man ist nie alt genug, um sich Rat von Älteren zu holen. Auch wenn Sie jetzt vielleicht die große Freiheit verspüren mögen, nehmen Sie sich die Ratschläge Ihrer Eltern und Lehrer trotzdem immer noch zu Herzen.“ Doch in Hinblick auf den Arbeitsmarkt, den die Schüler nun betreten werden, fand der Landrat viele aufmunternde Worte. „Es gibt im Landkreis viele offene Stellen, und wir suchen Sie, und brauchen Sie dringend.“

Fünf Schüler wurden nochmals gesondert geehrt. Sie sind die Besten der Besten und erhalten vom Arbeitskreis SchuleWirtschaft jeweils einen Ehrenpreis. Stefanie Redl von der Sparkasse Dachau überreichte eine Urkunde mit einem Gutschein. Die Schüler können sich zwischen einer Bildungs-Stipendien-Reise oder einem iPad entscheiden. „Wir wollten, dass der Preis jeden Schüler in seinem weiteren Werdegang optimal unterstützt, daher haben wir uns für die Wahlmöglichkeit entschieden“, erklärt Redl.

Christopher Glas (Note 1,2) und Maria Taferner (Note 1,0) von der Mittelschule Bergirchen waren die Besten im Qualifizierenden Mittelschulabschluss auf Landkreisebene. Die besten Noten beim Mittlere-Reife-Abschluss haben Franziska Widmann (Note 1,6) von der Mittelschule Bergkirchen, die wegen eines Todesfalls leider nicht zur Feier kommen konnte, Maximilian Glaser (Note 1,6) von der Mittelschule Markt Indersdorf und Theresa Krautloher (Note 1,5) von der Mittelschule Karlsfeld erreicht.

Ob sie nun das iPad oder die Bildungs-Reise wählt, dafür hat sich Theresa Krautloher (18 Jahre) noch nicht entschieden. Aber sie weiß schon, was sie nun machen möchte: „Ich möchte eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau machen. Wahrscheinlich im Edeka-Zentrum in Karlsfeld. Ich habe mich für eine Ausbildung entschieden, weil es mir erst mal reicht mit Schule. Ich freue mich auf neue Erfahrungen.

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