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Die Dachauer Polizei zieht von der Dr.-Höfler-Straße auf das Gelände der Bereitschaftspolizei.

Inspektion zieht auf das Bepo-Gelände

Ein Neubau für die Polizei

Dachau – Innenminister Joachim Herrmann hat grünes Licht für den dringend nötigen Neubau der Polizeiinspektion Dachau auf dem Gelände der Bereitschaftspolizei in Dachau gegeben.

Und auf dem bisherigen PI-Standort an der Dr.-Höfler-Straße will der Freistaat im Anschluss Staatsbediensteten-Wohnungen errichten.

„Dies ist eine optimale Lösung“, freut sich Bernhard Seidenath, Stimmkreisabgeordneter für den Landkreis Dachau im Landtag. 

Bei einem Spitzengespräch im Landtag vergangene Woche sei dieser Durchbruch erzielt worden. MdL Anton Kreitmair, Landrat Stefan Löwl, der Vorsitzende des Innenausschusses, Dr. Florian Herrmann, sowie Innenminister Joachim Herrmann und Finanzstaatssekretär Albert Füracker nahmen teil. Auch Finanzminister Dr. Markus Söder habe sich „vehement für diese Lösung eingesetzt“, betonte Seidenath.

Im Landratsamt wurden am Donnerstag nun von Vertretern der Stadt, Landrat Löwl, den beiden Abgeordneten Seidenath und Kreitmair sowie Vertretern der staatlichen Hochbauverwaltung und der Immobilien des Freistaats die baurechtlichen Fragen erörtert. Der Neubau soll am Marienplatz, also auf dem Bepo-Gelände, gleich nach der Einfahrt an der Wache auf der linken Seite errichtet werden. gelegen ist.

Solange er noch nichts Schriftliches habe, bleibe er zwar lieber noch „ein bisschen vorsichtig“, erklärt Polizeichef Thomas Rauscher, dem Seidenath schon vergangene Woche die gute Nachricht überbracht hatte. „Aber es ist schon super für uns, das ist ein guter Tag. Wir freuen uns auf die Nachbarschaft mit den Kollegen der Bereitschaftspolizei.“

Seit acht, neun Jahren wird diskutiert, ob die in die Jahre gekommene Polizeiinspektion saniert werden soll oder doch ein Neubau besser ist. Die Beteiligten in Stadt und Landkreis, ob Politiker oder Polizei, waren sich aber schon nach kurzer Zeit einig, dass der Neubau die einzig richtige Lösung wäre.

Zum einen hätte „eine Gebäudesanierung bei laufendem Betrieb die Beamten sehr belastet“, weiß Seidenath. Zum anderen hat der neue Standort für die Polizei aus einsatztaktischer und organisatorischer Sicht große Vorteile. Mit den Kollegen der Bereitschaftspolizei hat man dienstlich ohnehin immer wieder zu tun. Synergien etwa durch die Bepo-Kantine oder die Werkstatt sind dann nutzbar. Rauscher: „Unsere Streifenwagen bringen wir schon jetzt immer zur zentralen Kfz-Werkstatt der Bereitschaftspolizei. Diese Fahrten fallen dann weg. Das ist nur ein Beispiel.“ Die Polizeiinspektion soll im Übrigen „frei zugänglich für die Bürger“ bleiben, versichert Rauscher. So wird es separate Zugänge für die PI und die Bepo geben. Und reichlich Parkplätze. Auch das ist am bisherigen Standort ein immer größeres Problem geworden, „nachdem alle Baulücken in der Umgebung verschwunden sind“, sagt Rauscher.

Dort sollen also Wohnungen für Staatsbedienstete entstehen, „die in der Metropolregion München und insbesondere in Dachau ja dringend benötigt werden. Es gewinnen deshalb alle Seiten“, betonte Seidenath.

Das neue Gebäude soll den aktuellen Anforderungen einer modernen Polizeiinspektion entsprechen und bekommt darüber hinaus Erweiterungsoptionen. Für das Areal muss nun die Stadt einen Bebauungsplan aufstellen. Bernhard Seidenath hofft insgeheim auf einen Spatenstich schon im nächsten Jahr, „realistisch ist aber 2018“. Eine aktuelle Schätzung geht von 7,7 Millionen Euro Baukosten aus, für eine Sanierung des alten Polizeigebäudes waren rund 3,5 Millionen veranschlagt worden

mm

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