Stadt schließt den Key Club

Dachau - Der Key Club in der Dachauer Altstadt ist zu. Die Stadt hat die Diskothek in einem ehemaligen Bierkeller überraschend geschlossen - zumindest für die Betreiber.

„Jeden Samstag ab 22 Uhr House of Beats“ - so steht es auf der Internetseite des Key Club. Doch Fakt ist: Seit 14. Januar findet im ehemaligen Rossini in der Dachauer Altstadt gar nichts mehr statt. Denn die Stadt hat die Disko geschlossen. Grund seien Brandschutzmängel, wie Josef Hermann, städtischer Rechtsamtsleiter, erklärt.

Das kann Ekkehard Dehn, Anwalt der Betreiber Markus Schneider und Alexander Guß, nicht nachvollziehen. Er hat Klage gegen die Stadt eingereicht. Dehns Angaben nach hatte diese im November eine Feuerbegehung im Club durchgeführt. Dabei wurden einige Mängel festgestellt. „Zum Beispiel war eine Treppe nicht beleuchtet und eine Tür schliff am Boden. Nichts Gravierendes“, sagt Dehn. „Bis 31. Januar hat die Stadt die Konzession verlängert, wenn die Mängel bis dahin behoben werden“, so der Anwalt. Doch am 2. Januar habe die Stadt plötzlich einen Bescheid erlassen und am 14. Januar zugestellt, nach dem der Club sofort geschlossen werde. „Wir hatten bis 31. Januar Zeit, da kann man nicht vorher einfach den Betrieb untersagen“, ärgert sich Dehn.

Rechtsamtsleiter Hermann erklärt, dass bei der Begehung zwei Behörden involviert seien: das Stadtbauamt und die Gaststättenbehörde. Gaststättenrechtlich sei den Betreibern eine vorläufige Erlaubnis bis 31. Januar zugestanden worden. Doch baurechtlich seien einige Nachweise über sofort zu beseitigende Mängel zu erbringen gewesen. „Die sind nicht vorgelegt worden.“

„Das ist Haarspalterei“, schimpft Dehn. Seine Klienten hätten „sehr, sehr viel“ bereits vorgelegt, doch die Zuständigen „erkennen die europäischen Bestätigungen nicht an, die wollen bayerische haben“, so der Rechtsanwalt. Es werde über einzelne Dinge gestritten.

Am Montag steht ein Gespräch zwischen den Betreibern und OB Peter Bürgel an. Ob sich die Parteien einigen können, wird sich zeigen. Einer, der ebenfalls von der Schließung betroffen ist, ist Stadtrat Edgar Forster. Er kann seine Führungen „Luja und Prost“ nicht abhalten. Der Ex-Bierkeller sei einer der Höhepunkte, zumal die Teilnehmer von dort unterirdisch zum Hörhammer gelangen. „Ob ich durch den geschlossenen Club gehen darf, müsste ich prüfen lassen. Aber dafür schalte ich keinen Anwalt ein“, so Forster. Bis die Lage geklärt ist, wird in der Touristinformation der Eintrittspreis für die Führungen erstattet.

sue

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