Millionen-Investitionen

„Können wir uns das leisten?“

Dachau – Die Stadtwerke Dachau investieren derzeit: 16 Millionen im Jahr 2016 und 14 Millionen Euro im Jahr 2017. Hohe Summen – die nun in der Werkausschusssitzung beim Präsentieren des Wirtschaftsplans 2017 der Stadtwerke Dachau durchdiskutiert wurden.

Im Plan sind die Miesen mit einkalkuliert: etwa 1,2 Millionen Euro 2017 und 1,6 Millionen Euro 2016. Da verwundert es nicht, dass auch so mancher Stadtrat kalte Füße bekam. Peter Strauch (CSU) fragte klar: „Können wir uns das leisten?“

Diese Frage beantwortete der kaufmännischer Werkleiter Robert Haimerl klar mit: „Ja. Wenn wir die Ertragskraft erhalten.“ Ab 2017 gingen die Investitionen bereits zurück. Und: „Das Ergebnis 2017 wird geprägt durch den Unterhalt der örtlichen Stromerzeugungsanlagen mit zwei Millionen Euro“, erklärte Haimerl. Dieser Ansatz gehe weit über den Unterhaltsbedarf „normaler Jahre“ hinaus. Das sei eine Durststrecke von einigen Jahren. Doch die Investitionen wären für die zukünftige Ertragskraft der Stadtwerke erforderlich.

Im Übrigen müssen sich laut Haimerl aber auch die Stadträte an die eigene Nase fassen und dürften nicht Beschlüsse fassen, die wie fürs Hallenbad oder die Buslinie nach Himmelreich Geld kosteten und hernach die Auswirkungen ihrer eigenen Beschlüsse auf die Zahlen der Stadtwerke kritisieren.

OB Florian Hartmann (SPD) hielt ihm die Stange: „Diese Investitionen sind wichtig und dienen dem langfristigen Erhalt der Stadtwerke. Wir haben die Beschlüsse mit Mehrheit gefasst.“ Es gebe keine Alternative zum öffentlichen Nahverkehr, und eine Umplanung etwa beim Hallenbad würde weiteres Geld verschlingen. Auch Volker C. Koch (SPD) betonte, dass das jetzige Hallenbad nicht mehr sanierungsfähig sei. Die Stadtwerke verfügten allerdings über eine Eigenkapitalquote von rund 50 Prozent, wovon andere nur träumen können: „Daher halte ich diesen Wirtschaftsplan für grundsolide.“

Jürgen Seidl (FDP), Claus Weber (FW) und Horst Ullmann (Bürger für Dachau) blieben auch bei der Abstimmung bei einem Nein. Und Kai Kühnel (Bündnis) behielt es sich vor, nächstes Jahr die Einnahmen erneut auf den Prüfstand zu stellen und dann notfalls die Reißleine zu ziehen,

rds

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