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Sportbecken mit Sprungturm: Diese Grafik zeigt einen möglichen Blick in das neue Hallenbad.

Werkausschuss billigt Planung für das neue Hallenbad

Das 18-Millionen-Euro-Bad

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Das geplante neue Hallenbad nimmt Gestalt an. Die Pläne wurden jetzt noch einmal im Werkausschuss gezeigt. Schön sehen sie aus, waren sich alle Mitglieder einig. Es gibt nur einen Wermutstropfen: Das Bad ist auch schön teuer.

Dachau – Langweilig? Das wird es im neuen Dachauer Hallenbad sicher nicht. Denn beim Entwurf wurden fast alle Bürgerwünsche an Attraktionen berücksichtigt. Architekt Wolfgang Gollwitzer hat dem Werkausschuss jetzt den aktuellen Stand der Planung vorgestellt. Das neue Hallenbad soll in zwei Bauabschnitten fertiggestellt werden. Im ersten Schritt wird das Schwimmbad gebaut, im zweiten der Saunabereich.

Laut dem Entwurf hat das Bad eine Bruttogeschossfläche von 5 872 Quadratmeter, den größten Teil davon nimmt die Schwimmhalle ein. Hier sind verschiedene Becken geplant, um für alle Interessensgruppen etwas bieten zu können: Es soll ein Kleinkinderbecken, eine Rutsche mit akustischer Abtrennung, ein Lehrschwimmbecken mit Wassergewöhnungstreppe, ein Sportbecken mit Sprungturm sowie ein Entspannungsbecken mit Massagedüsen und Wasserliegen geben. Letzteres wird ebenfalls akustisch ein wenig vom Trubel abgetrennt. „Im Obergeschoss ist dann ein externes Restaurant mit Blick in die Schwimmhalle und Übergang zur Sauna geplant“, erklärt Gollwitzer. 

Die Saunalandschaft soll im zweiten Bauabschnitt entstehen. Hier sind eine 38 Quadratmeter große Sauna, ein Dampfbad und eine kleinere Sauna vorgesehen. „Über eine Terrasse geht es in den Saunagarten“, beschreibt Gollwitzer. Dort sind eine Außensauna als Aufgusssauna, ein Ruheraum und Liegeflächen geplant. 

Ob die Saunen so aber wirklich kommen, ist noch nicht ganz sicher. „Sie kann eh erst gebaut werden, wenn das alte Hallenbad nicht mehr steht“, sagte OB Florian Hartmann (SPD). „Das schauen wir uns im ersten Halbjahr 2018 noch mal an.“ 

Denn der Neubau wird wohl viel teurer als erwartet. Der Saunabereich wird rund drei Millionen Euro kosten, das Hallenbad rund 15 Millionen. Insgesamt müssen also 18 Millionen Euro investiert werden. Eine immense Steigerung im Vergleich zu den ersten Planungen: 2012 ging die Stadt noch von knapp neun Millionen Euro aus, im Sommer vergangenes Jahr noch von 11,7 Millionen.

„Aber wenn wir weiter gut wirtschaften, können wir es uns leisten“, betonte Robert Haimerl, kaufmännischer Werkleiter von den Stadtwerken. OB Hartmann sprach sich ebenfalls dafür aus, die Planung trotz der hohen Kosten zu billigen. „Wenn man etwas weglässt, reduziert man die Ausstattung des Bades und es verliert wieder an Attraktivität“, sagte er. Außerdem seien hier die Anliegen der Bürger berücksichtigt, warf Ingrid Sedlbauer (ÜB) ein: „Mir würde es im Herzen weh tun, wenn man extra eine Bürgerbefragung macht und dann die Wünsche der Bürger wieder streicht.“ 

Auch Sportreferent Günter Dietz von der CSU plädierte dafür, das Geld zu investieren. „Was schön und attraktiv ist, ist nun mal teurer“, erklärte er. „Man sollte ein Bad machen das zeitgemäß ist, und mit dem man lange was anfangen kann. Einsparungen wollen wir nicht.“ 

Eine Position, über die in der CSU-Fraktion intern lange und kontrovers diskutiert wurde. „Wir alle wollen das Hallenbad, aber für mich stellt sich schon die Frage, wie wir uns das leisten können“, fand Peter Strauch. Er erklärte, nur unter Vorbehalt zuzustimmen: „Wenn rauskommt, es geht nicht, müssen wir noch mal diskutieren.“ 

Kopfschmerzen bereiteten die Kosten auch Jürgen Seidl (FDP): „Der Entwurf ist toll“, sagte er, „aber in dieser Größenordnung nicht verantwortbar.“ Seidl warf ein, dass man nicht nur die Baukosten, sondern auch die höheren Betriebskosten berücksichtigen müsse. Das jährliche Defizit bei den Bädern würde sich so auf 1,2 Millionen Euro erhöhen, erläuterte er.

Bei der Abstimmung sprach sich Seidl deswegen wie auch Claus Weber (Freie Wähler) und Norbert Winter (Bürger für Dachau) gegen die Billigung der Planung aus. Alle anderen Werkausschussmitglieder stimmten dem zu. Sie beschlossen außerdem, einen Wunsch des Schwimmvereins umzusetzen und den höhenverstellbaren Hubboden nicht wie geplant im Nichtschwimmerbecken, sondern im Sportbecken einzubauen. Das kostet noch einmal etwa 300 000 Euro mehr, dafür kann durch diese Lösung aber ein zweiter Flachwasserbereich geschaffen werden, und es entstehen zusätzliche Kapazitäten für Sportarten wie Aquagymnastik und Aquaball.

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