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Gemeinsame Kranzniederlegung der Landkreise Oswiecim und Dachau bei den Befreiungsfeierlichkeiten.

Dachauer beim Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau

„Eine Partnerschaft braucht Menschen, die verbinden“

Dachau/AuschwitzAuch heuer ist eine Delegation des Landkreises Dachau nach Polen gefahren, um an den Gedenkveranstaltungen zum Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau sowie der Stadt Oswiecim von der deutschen Besatzung teilzunehmen.

Am Abend vor den Feierlichkeiten wurden die stellvertretende Landrätin Marianne Klaffki, Kreisrätin Ursula Kohn, Kreisrat Florian Schiller und die Vertreterin der Kreisverwaltung Dr. Bernadetta Czech-Sailer vom dortigen Landrat Zbigniew Starzec und einigen Kreisräten herzlichst empfangen. Marianne Klaffki, die das Portrait des Überlebenden Max Mannheimer als Gastgeschenk überreichte, sagte: „Eine Partnerschaft braucht Symbole und menschliche Gesten, allem Voran aber Begegnung und Menschen, die verbinden. Max Mannheimer war und ist ein Brückenbauer zwischen Menschen, aber auch zwischen unseren beiden Landkreisen.“

Die Befreiungsfeierlichkeiten starteten im Zentrum von Oswiecim. Dass die Dachauer Delegation von Landrat Starzec aufgefordert wurde, die Kränze beider Landkreise gemeinsam niederzulegen, zeigt, wie wichtig es für beide Partner ist, zusammen der Opfer des Krieges zu gedenken. Die zentrale Veranstaltung in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau, an der unter anderem eine Gruppe von 50 ehemaligen Häftlingen teilnahmen, hat bei den Dauchauern einen tiefen Eindruck hinterlassen. „Von dem Ort, an dem Hoffnungen millionenfach getötet, an dem unvorstellbar viele Menschen ermordet wurden, geht die Mahnung aus: ,make a better world’ – mache eine bessere Welt“, sagte Klaffki.

Am Rande der Gedenkfeier besuchte die Landkreisdelegation auch die Internationale Jugendbegegnungsstätte und informierte sich über die Arbeit mit Jugendgruppen sowie Auszubildenden und anderen Angeboten der Stiftung, wie etwa die künstlerische Auseinandersetzung mit der Zeitgeschichte durch Menschen mit Handicap.

Dann wurde die Delegation zur Premiere des Filmes „Verleugnung“ eingeladen. Der Film wird ab April in Deutschland gezeigt und handelt von der Klage des Holocaust-Leugners David Irving gegen die amerikanische Autorin Deborah Lipstadt. Ein passender Abschluss eines beeindruckenden Besuchs. 

(dn)

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