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Landrat mit Schulbesten: Stefan Löwl mit Gabriella Varga, Christina Singer und Michaela Lapcikova (v.l.).

Abschied von der Realschule Dachau 

Eine Feier nach allen Regeln der Kunst

Die Dachauer Realschule hat ihre Absolventen verabschiedet. Es wurde eine wehmütige Feier.

Dachau – Sogar ein Zauberer war unter den rund 150 Absolventen der Realschule Dachau. Bei ihrer Abschlussfeier am vergangenen Freitag zeigte er einige seiner Kunststücke, und die Ex-Realschüler schauten auf ihre Schulzeit zurück.

Mit jazzigen Trommelklängen eröffnete die Groove AG die Feier, etwa 300 Festgäste saßen und standen in der Aula. Die Moderation übernahmen Sarah Schmidt (6c) und Hanna Christoph (7c), zunächst hatten die Ehrengäste das Wort. Oberbürgermeister Florian Hartmann beglückwünschte die Absolventen: „Dieses Zeugnis ist der amtliche Beweis, dass Sie etwas auf dem Kasten haben.“ Für ihre Zukunft gab er ihnen mit auf den Weg: „Im Vordergrund soll die Freude stehen, bei all dem, was Sie machen.“ Er schloss mit einem Appell: „Feiern Sie heute nach allen Regeln der Kunst!“

Elternbeiratsvorsitzender Daniel Jässe sprach von einer „Welt, die immer verrückter wird“, in welche die Absolventen gehen. Er zitierte Apple-Gründer Steve Jobs: „Diejenigen, die verrückt genug sind zu denken, dass sie die Welt verändern könnten, sind diejenigen, die es tun.“

Die Schulband spielte anschließend „Little Talks“ (deutsch: kurze Gespräche): „Ein Motto, mit dem man auch immer schöne Schulstunden hatte“, witzelte Moderatorin Hanna Christoph.

Landrat Stefan Löwl ehrte anschließend die drei Schulbesten Gabriella Varga, Michaela Lapcikova und Christina Singer und überreichte den Damen Buch, Medaille und Briefumschlag. Löwl bestärkte auch die anderen Schulabgänger: „Ich glaube an Sie, dass Sie die Welt voranbringen!“

Und dann hatten endlich die Absolventen das Wort. Sie waren sich uneinig, ob mit der Schulzeit etwas Schönes oder Schreckliches zu Ende gehe. Erik Broussard sagte: „Die Schule war wie ein zweites Zuhause für mich.“ Vivien Trollmann schaute ebenfalls wehmütig zurück: „Jetzt beginnt der Ernst des Lebens – ich glaube, ich bleib doch lieber hier.“ Leonie Lauth schloss sich an: „Zehn Jahre Schule sind einfach vorbei. Okay, der ein oder andere hat auch länger gebraucht.“

Markus Zuckermayer erzählte: „Mir hätte es auch auf einer anderen Schule gefallen, wo die Schüler nicht mit dem 172er-Bus kommen, sondern mit dem Besen.“

Schulleiterin Angelika Rogg hielt anschließend ihre letzte Verabschiedungsrede, sie geht bald in Pension. Und erzählte von Umfragen in den USA, bei denen Abschlussschüler folgende Frage beantworten: „Wem trauen Sie im Jahrgang zu, in Zukunft besonders wichtig zu werden?“ Und Rogg bilanzierte: „Später wurden Schüler, denen man eher wenig zugetraut hat, berühmt oder besonders erfolgreich.“ Die Absolventen sollten daraus eine Lehre ziehen: „Es kommt nicht drauf an, was andere uns zutrauen!“

Dann bekamen die Schüler endlich ihre Abschlusszeugnisse – und natürlich viele Umarmungen von ihren Lehrern.

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