Blick von der Staatsstraße nach Wiedenzhausen auf die Autobahnausfahrt aus München
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Blick von der Staatsstraße nach Wiedenzhausen auf die Autobahnausfahrt aus München. Das Wäldchen links müsste abgeholzt werden, wenn hier ein Lkw-Rasthof errichtet werden soll.

Grünen-Kreisräte sammeln Unterschriften, um eine neue Tankstelle bei Odelzhausen zu verhindern

Bürgerbegehren gegen Lkw-Rasthof bei Odelzhausen 

Die Grünen-Kreisräte sammeln Unterschriften, um eine neue Tankstelle mit Lkw-Rastplätzen bei Odelzhausen zu verhindern.

Der Grünen-Kreisrat und BN-Chef Dr. Roderich Zauscher sowie die Grünen-Kreisrätin Ursel Kohn gehören zu den Initiatoren eines Bürgerbegehrens, das sich gegen die Ansiedlung eines Lkw-Rasthofs in der Nähe der Ausfahrt an der A8 richtet.
„Eine Tankstelle mit zusätzlichen Lkw-Rastplätzen führt zu mehr Verkehr und Müll und bringt der Gemeinde keinerlei Vorteile“, erklärt Kohn. Zauscher ergänzt: „Außerdem wird die Fläche benötigt, wenn eines Tages eine S-Bahn-Trasse oder irgendein anderes öffentliches Transportsystem entlang der Autobahn errichtet wird.“ Zauscher nannte als Beispiele die Ottobahn, ein Gondelsystem, oder das Transportsystem Bögl, eine Magnetschwebebahn. Das Bürgerbegehren kommt sozusagen im letzten Moment. Es richtet sich gegen eine Erweiterung des Odelzhausener Gewerbegebiets auf der Nordseite der Autobahn, die im Gemeinderat schon seit mehr als vier Jahren diskutiert wurde. Im Frühjahr 2019 wurde ein Flächennutzungsplan beschlossen, gegenwärtig läuft das Bebauungsplanverfahren.

Das Areal umfasst rund 15 000 Quadratmeter und liegt zwischen der Autobahn A8 und der Staatsstraße 2051 von Odelzhausen nach Wiedenzhausen. Ehedem diente es der Gärtnerei Winkler als Baumschule. Vor einigen Jahren erwarb die Gemeinde das Gelände, das sich mittlerweile in ein kleines Biotop verwandelt hat. Es grenzt unmittelbar an den Kreisverkehr mit der Auffahrt Richtung Stuttgart und der Ausfahrt für Fahrzeuge, die aus München kommen. Zauscher war von Anfang an gegen das neue Gewerbeareal. Vor zwei Jahren schlossen sich einige Gemeinderatsmitglieder seinen Bedenken an, darunter die damalige ÖDP-Kreisrätin und aktuelle BGO-Gemeinderätin Elisabeth Kappes. Sie zählt laut Zauscher und Kohn ebenfalls zu den Unterstützern des Bürgerbegehrens. Kohn und Zauscher sind überzeugt, dass ihre Initiative die nötigen Quoren erfüllen wird. In einer Kommune wie Odelzhausen mit seinen rund 5300 Einwohnern müssen sich mindestens zehn Prozent der Wahlberechtigten in die Listen eintragen. Gelingt dies, werden die Unterschriften im Rathaus eingereicht. Der Gemeinderat muss anschließend über die Rechtmäßigkeit des Begehrens entscheiden. Lehnt das Gremium das Begehren ab, können die Initiatoren dagegen klagen.

Da derzeit das Bebauungsplanverfahren läuft, müssen sich Kohn und Zauscher beeilen. Die Unterschriftenlisten liegen derzeit im Buchladen Odelzhausen, Schlossstraße 3, und in der Odelzhausener Tierarztpraxis Dr. Zauscher, Dietenhausener Straße 10, aus.
Weitere Auslegestellen und Unterschriftensammelaktionen sind geplant.

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