1. Startseite
  2. Lokales
  3. Dachau
  4. Dachauer Rundschau

„ Dachauer Haushaltssituation besser als befürchtet“

Erstellt:

Kommentare

Bürgerversammlung in Dachau-Süd
Bürgerversammlung in Dachau-Süd © Hirsch

Die Themen Verkehr, Hochwasser und Schrebergärten standen im Mittelpunkt der Wortbeiträge auf der Bürgerversammlung in Dachau-Süd, die nach zweijähriger Unterbrechung wieder in der ASV-Halle stattfand. Über fünfzig Bürger hatten sich auf den Weg zum ASV gemacht, sie wurden traditionell von der Stadtkappelle Dachau begrüßt.

Im Mittelpunkt des Abends standen zahlreiche Wortbeiträge der Bürger. Gerhard Schmid aus dem Brahmsweg hinterfragte die Korrektheit des aktuellen Mietspiegels der Stadt Dachau. Hartmann versprach, mit dem Hamburger Institut Kontakt aufzunehmen, um die Unklarheiten zu klären. Hans Böck vom Ascherbachweg erkundigte sich nach dem aktuellen Stand zu den geplanten Hochwassermaßnahmen für die Amper. Der OB teilte mit, dass er seit der Bürgerinformationsveranstaltung im letzten Herbst keine neuen Informationen vom zuständigen Wasserwirtschaftsamt erhalten habe. Auch Christina Epple aus der Carl-Olaf-Petersen-Straße bezog sich auf dieses Thema und wiederholte die mehrfach geäußerte Sorge, dass sich durch die geplanten Maßnahmen die Beschaffenheit des Grundwassers mit schwer absehbaren Folgen ändern könnte. Sie erkundigte sich auch nach den Hochwasserschutzplanungen für den Gröbenbach. Hartmann konnte auch dazu keine Planungsfortschritte berichten.

Weil Ilse Engelmann, aufgrund der Auflösung ihres Schrebergartens am Schäferweg einen neuen Garten an der Moosstraße bekäme, wollte sie wissen, ob die Gärten auf Höhe der Moosstraße vom Hochwasser bedroht seien und ob für den Gröbenbach eine Hochwasserverbauung geplant sei. Hartmann verneinte dies. Er nutzte die Gelegenheit, die Auflösung der Schrebergärten am Schäferweg zu rechtfertigen. Hier fehle eine Genehmigung und aufgrund von Hochwassergefahren sei es nicht möglich, sie nachträglichen zu genehmigen. Hartmann wies in diesem Kontext darauf hin, dass allen Besitzern von Schrebergärten ein Zeitfenster von fünf Jahren für den Rückbau ihrer Gärten eingeräumt worden sei. Diejenigen, die diese Verpflichtung zum Rückbau früher akzeptiert hätten, könnten so lange wir alle anderen bleiben.

Jürgen Schader vom Himmeleichweg beklagte den zunehmenden Verkehr auf Dachaus Straßen. Die Stadt würde mit sehr großen, aber oft schlecht besetzten Bussen durch die Straßen fahren. Der OB antwortete, dass der neue Zehn-Minutentakt eine deutliche Erhöhung des Angebots gebracht habe, die Fahrgastzahlen seien aber im Vergleich zur Zeit vor Corona fast konstant geblieben. Dennoch gebe es „viel Luft nach oben“.

Juliane Heilmeier vom Wallachweg berichtete von zunehmendem Vandalismus in ihrer Wohnanlage. Eigentümer mussten die Erhaltungskosten für den Marie-von-Kalckreuth-Weg aus eigener Tasche bezahlen, obwohl dieser öffentlich nutzbar sei. Weil dieser nicht beleuchtet sei, käme es immer öfter zu Vandalismus. Weil die Anwohner des Wallachparks auch Bäume auf eigene Kosten schneiden müssten, gehe ihnen langsam die Luft aus, sagte Heilmeier. Sie bat um einen Zuschuss der Stadt für eine Beleuchtung des Marie-von Kalckreuth-Weges. Sie forderte den OB auch auf, Bäume, die auf dem Gehweg der angrenzenden Herrmann-Stockmann-Straße das Gehwegspflaster aufheben würden, zu beseitigen. Hartmann lehnte die Bitte um eine finanzielle Unterstützung von Beleuchtungsmaßnahmen mit der Begründung einer sonst möglichen Veruntreuung von Steuergeldern ab, bezüglich der Bäume an der Stockmann-Straße bat er um Fotos.

Norbert Bandt aus der Hermann-Stockmann-Straße fragte an, ob die Stadt sich nicht an Car-Sharing Angeboten beteiligten möchte. Hartmann erwiderte, dass der Standort Dachau für kommerzielle Angebote nicht wirtschaftlich lukrativ sei. Die Stadt habe bereits Angebote von Anbietern geprüft.

Auch interessant

Kommentare