Altstadt Dachau
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Nicht gelten wird die Regelung für Radfahrer und die städtischen Busse.

Einbahnregelung in der Dachauer Altstadt

  • VonDaria Gontscharowa
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Einjähriger Test der neuen Verkehrsführung beginnt am 1. Oktober.

Gemäß einem Beschluss im Umwelt- und Verkehrsausschuss des Stadtrats wird in der Dachauer Altstadt eine Einbahnregelung eingeführt. Nach einem einjährigen Testlauf wird evaluiert, ob sich die neue Verkehrsführung bewährt hat oder nicht. Die Einbahnregelung mit Fahrtrichtung im Uhrzeigersinn beginnt in der Konrad-Adenauer-Straße nach der Jocherstraße und endet in der Augsburger Straße vor der Zufahrt zur Volksbank Raiffeisenbank. Die Anfahrt von Norden, Brucker Straße und Mittermayer Straße, bis zur Einfahrt zum Volksbank-Parkhaus ist nach wie vor möglich.

Nicht gelten wird die Regelung für Radfahrer und die städtischen Busse. Diese dürfen die Augsburger Straße und die Konrad-Adenauer-Straße weiterhin auch gegen den Uhrzeigersinn befahren. Die Busse der Ringlinie 720 werden also zunächst weiter wie gewohnt gegen den Uhrzeigersinn – und damit entgegen der Einbahnregelung – durch die Altstadt fahren. Die Stadtwerke Dachau wurden beauftragt, nach Möglichkeiten einer alternativen Linienführung zu suchen. Eine kurzfristige Umstellung ist aufgrund der jährlich festgelegten Fahrpläne jedoch nicht möglich. Mit der Einbahnstraße soll eine Verkehrsberuhigung erreicht und die Aufenthaltsqualität in der Altstadt erhöht werden. Insbesondere soll der Abkürzungsverkehr über die Augsburger Straße und den Karlsberg zur Münchner Straße unterbunden werden. Damit kann eine von der Dachauer Polizei bemängelte Gefahrenstelle wesentlich entschärft werden. Denn viele Pendler befahren in den Morgenstunden die Augsburger Straße, um regelwidrig in den Karlsberg abzubiegen. Gleichzeitig nutzen viele Kinder der Klosterschule den Bereich als Schulweg.

Um die Anwohner und Geschäftsleute der Altstadt in die Entscheidungsfindung mit einzubeziehen, richtete die Stadt sich mit einem Fragebogen an diese. Das Ergebnis war relativ eindeutig: 59 Prozent (% )der 287 Teilnehmer sprachen sich für eine Einbahnregelung aus, 36 % lehnten sie ab, 5 % waren unentschieden.

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