Johannes Klein mit gesammelten Brillen
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Johannes Klein von der Organisation „Brillen Weltweit“ freut sich über rund 3000 neue alte Brillen.

Die Aktion „Brillen Weltweit“ erhält eine große Spende aus der Umgebung

Karlsfelder Sehhilfen auf der ganzen Welt

  • VonDaria Gontscharowa
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Für die Aktion „Brillen Weltweit“ hatten die SPD-Frauen Anita Neuhaus und Elfriede Peil Mitte Juni bekannt gegeben: „Wir sammeln wieder.“ Seitdem klingelte das Telefon mehrmals am Tag: Die Anrufer haben die selbe Frage gestellt: Wo darf man Brillen abgeben? 

Der Keller füllte sich, die Garage, das Gästezimmer. Ende August kam Johannes Klein aus Koblenz, um alles einzuladen. „Rund 3000 Brillen sind das diesmal“, schätzte er. Klein ist seit vielen Jahren ehrenamtlicher Koordinator der anerkannten Organisation, die seit den 70er Jahren gebrauchte Sehhilfen sammelt. Brillen Weltweit ist eine Aktion des Deutschen Katholischen Blindenwerks mit DZI-Spendensiegel (Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen).

Die Brillen werden in einer Werkstatt in Koblenz gereinigt, nach Sehstärken sortiert, katalogisiert und in alle Welt geschickt. Menschen mit Sehbehinderungen in den ärmsten Ländern können sie dann kostenlos nutzen.

Die Bereitschaft in Karlsfeld und im Landkreis gebrauchte Brillen zu spenden ist groß, wie die Initiatorinnen das nun schon seit 2009 erleben. Damals hatte die verstorbene Gemeinderätin Hiltraud Schmidt-Kroll die Aktion angestoßen. Am Telefon oder an der Haustür gab es oft berührende Gespräche über die persönlichen Geschichten der Brillen, wenn sie nach dem Tod der Mutter oder des Ehemannes abgegeben wurden.

Aber auch nette Grüße erreichten die Sammlerinnen. In den vielen Tüten, Päckchen und Beuteln, in denen die Sehhilfen gebracht wurden, lagen Zettel wie dieser: „Bei Gefallen die Stofftasche bitte für Ihre Sammel-Mühen behalten oder weitergeben.“ Sie haben sie behalten.

Aber jetzt sei erst mal Schluss mit der Aktion in Karlsfeld. „Wir machen eine Pause und bitten alle, die noch Brillen abgeben möchten, bis zum nächsten Aufruf zu warten. Das wird wahrscheinlich im nächsten Frühjahr sein,“ sagten Neuhaus und Peil.

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