Ein Trümmerhund im Einsatz
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Die sogenannten Trümmerhunde spüren Menschen in bis zu 500 Metern Entfernung auf, die Verschütteten wittern sie noch bis zu einer Tiefe von fünf Metern.

Geschulte Retter auf vier Pfoten

BRK bildete Hunde für Katastropheneinsätze in Dachau aus

  • VonDaria Gontscharowa
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Rettungshunde suchten am Sonntag das Gelände der ehemaligen Dachauer Papierfabrik ab: Sie lernten verschüttete Personen nach einem Katastrophenfall zu finden. Die sogenannten Trümmerhunde spüren Menschen in bis zu 500 Metern Entfernung auf, die Verschütteten wittern sie noch bis zu einer Tiefe von fünf Metern.

Die Hunde werden darauf trainiert, Personen nach einem Katastrophenfall zu finden und ermöglichen den Einsatzkräften die schnelle Rettung vor Ort. Die ehemalige Papierfabrik, auf der sich zurzeit noch Abbruchmaterialien und denkmalgeschützte Gebäude befinden, ist für das Training optimal geeignet. Die Rettungshundestaffel Miesbach, unter der Leitung von Christian Schubert, hat für das große Training zehn Kreisverbände aus ganz Bayern eingeladen. Organisiert und durchgeführt wird die Übung von dem Ausbilder und taktischen Einsatzleiter Johannes Buitkamp.

Die Projektentwicklungsgesellschaft Isaria, ein Unternehmen der Quaterback Immobilien AG und die von ihr vertretene Deutsche Wohnen stellten das zukünftige Mühlbachviertel der Rettungshundestaffel Miesbach des Bayerischen Roten Kreuzes für das Bezirkstraining Oberbayern zur Verfügung.

„Wir sind dankbar für die Unterstützung und die Möglichkeit auf diesem Gelände trainieren zu können. Hier finden wir die optimalen Voraussetzungen mit den Hunden üben zu können. Während der Coronazeit war es schwer, vor Ort im Team auszubilden. Und wie wichtig es ist, dass die Trümmerhunde richtig qualifiziert werden, konnte man während der aktuellen Flutkatastrophe in Deutschland sehen“, betonte Buitkamp.

Im Trümmereinsatz, zum Teil auch mehrtägig wie bei der Schneekatastrophe in Miesbach, waren die Trümmerhunde der Rettungshundestaffel bei einer Hausexplosion in Rettenbach, bei der Explosion des Bahnhofs in Günzburg und bei einem Hauseinsturz in Traunstein.

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