Kreisverkehrswacht Dachau
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Sie präsentierten die Vorkehrungen zum Schutz der rund 6000 Grundschüler im Landkreis (von links): Stellvertretender Vorsitzender der Kreisverkehrswacht Adrian Wiedenmann, Beate Rexhäuser, Andrea Rieder, Stefan Januschkowetz und Geschäftsführer Richard Wacht.

Die Kreisverkehrswacht erläutert ihre Pläne für den Schulbeginn

Schulweghelfer dringend in Dachau gesucht

1550 ABC-Schützen sind seit gestern im Landkreis Dachau unterwegs. Die Erstklässler müssen nun erste Erfahrungen nicht nur in der Schule sondern auch im Straßenverkehr machen. 

Die Kreisverkehrswacht (KVW) stellte in einer Pressekonferenz Maßnahmen vor, welche die Schüler schützen sollen. „Es ist wichtig, dass die Schüler von Anfang an mit dem Bus in die Schule fahren. Bei den älteren Schülern genießen sie noch „Welpenschutz“ und sie passen auf die „Kleinen“ auf“, sagte Beate Rexhäuser, Fachberaterin für Verkehrssicherheit und Personalratsvorsitzende des Schulamtes in Dachau. Außerdem berichtete sie, dass die Erstklasslehrer dazu angehalten wurden, gleich in der ersten Schulwoche grundlegende Regeln im Verkehr sowie das Verhalten im Schulbus zu erklären. Die Stadt hat darüber hinaus neue Ampeln, sowie eine Schulweghelferstelle in der Geschwister-Scholl-Straße geschaffen. Das schilderte Stefan Januschkowetz, KVW- Pressesprecher und Leiter der Verkehrsbehörde der Stadt. Zusätzlich soll eine weitere Schulweghelferstelle am Weblinger Weg an der Ecke zur Freisinger Straße in Etzenhausen zu den rund 15 bestehenden hinzukommen. Hierfür, wie auch für alle anderen Stellen sucht die Stadt dringend Schulweghelfer. Freiwillige erhalten eine etwa zweistündige Einführung durch die Polizei und bekommen pro Einsatz (ungefähr 20 Minuten) 5,10 Euro. Interessierte können sich telefonisch unter 08131/ 75139 anmelden. Zusätzlich zu den Übergängen wird die Einbahnregelung in der Altstadt ab Oktober probeweise zurückkehren, um vor allem die Schüler der dortigen Klosterschule einen sicheren Weg anzubieten.

Andrea Rieder, Jugendverkehrserzieherin der Polizeiinspektion Dachau, berichtet, dass sie durch die geschlossenen Schulen und Kindergärten weniger Verkehrsbeschulung durchführen konnte. Auch der „Fahrradführerschein“ für die Viertklässler musste wegen der Pandemie unterbrochen werden. Rieder rät davon ab, bereits zuvor mit dem Rad zur Schule zu fahren: „Die Schüler haben einfach zu wenig Erfahrung mit hoher Geschwindigkeit.“ Sie empfiehlt für die dunkle Zeit außerdem eine Warnweste die für alle kostenlos ist.

Alle Anwesenden kritisierten die sogenannten „Mamataxis“, Eltern die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen. Oftmals hindern sie den Verkehrsfluss, parken falsch oder blockieren Feuerwehrzufahrten. „Wir werden vor allem in der erste Woche verstärkte Kontrollen vor den Schulen durchführen, auch im Bezug auf die Gurtanlege- und Kindersicherungspflicht“ kündigt Rieder an. Sie bittet die Eltern, ihre Kinder mit etwas Abstand zur Schule abzusetzen um ein Verkehrschaos zu vermeiden.

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