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Verkehr und Kinderbetreuung waren zentrale Themen der Bürgerversammlung in Karlsfeld

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Bürgermeister Stefan Kolbe, Geschäftsleiter Francesco Cataldo, Zweiter Bürgermeister Stefan Handl und Polizeidirektor Thomas Rauscher
Bürgerversammlung mit (von links): Bürgermeister Stefan Kolbe, Geschäftsleiter Francesco Cataldo, Zweiter Bürgermeister Stefan Handl und Polizeidirektor Thomas Rauscher. © pri

Nachdem im letzten Jahr die Bürgerversammlung coronbedingt entfallen musste, war die Resonanz in diesem Jahr nicht so groß wie erwartet. Bei der ersten digitalen Bürgerversammlung von Bürgermeister Stefan Kolbe am 11. Oktober loggten sich zirka 35 Personen ein, bei der Präsenzveranstaltung am 18. Oktober waren zirka 50 Personen vor Ort, wenn man Gemeinderäte und Verwaltungsmitglieder abzieht.

Stefan Kolbe gab Einblicke in den Haushalt, der 2021 ein Gesamtvolumen von 62,6 Millionen Euro hat, der Schuldenstand beläuft sich auf 30,6 Millionen Euro (ohne die 41 Millionen Euro teure Grundschule in der Krenmoosstraße wären es nur 4,95 Millionen). Die Pro-Kopf-Verschuldung steigt damit auf 1.399 Euro. Steuern, Bauvorhaben, die Sanierung des Hallenbades, der Ausbau von Bushaltestellen, Jugendarbeit, Bücherei, Bürgerservice und Kultur sowie das zehnjährige Jubiläum der Städtepartnerschaft mit Muro Lucano wurden thematisiert.

Zentrale Themen der Abende waren jedoch der Verkehr und die geplante Erhöhung der Kinderbetreuungsgebühren. Olaf Radtke und Andrea Horney hielten die 20 Prozent Steigerung für eine „Hausnummer“. Stefan Kolbe machte jedoch deutlich, wie notwendig die Erhöhung sei. Die Gemeinde habe in den letzten Jahren etwa 20 Millionen Euro in die Kinderbetreuung investiert.

Karlsfeld zahle jetzt schon bis zu 6.000 Euro pro Kindergartenplatz drauf. Angesichts des Schuldenbergs von 30,6 Millionen Euro könne sich die Gemeinde das nicht mehr leisten. Michael Fritsch von den Grünen erinnerte, dass die Karlsfelder sich mit großer Mehrheit für die Sanierung des Hallenbades ausgesprochen hätten. Das Geld müsse daher woanders hergenommen werden. Auch das Thema Verkehr war den Karlsfeldern ein Anliegen. Axel Michelet beklagte den Wegfall von mehr als 60 Parkplätzen im Zuge des Schulneubaus und der Erneuerung der Krenmoosstraße.

Auf die Frage, ob die Stellplätze hinter der Schule auch öffentlich nutzbar seien, vor allem bei Besuchen auf dem Friedhof, antwortete Stefan Kolbe, dass dies bis zu einem gewissen Maße toleriert werde. Die geringe Parkmöglichkeit direkt vor dem Friedhof bemängelte Michelet ebenfalls. Laster und Anhänger würden die Straße versperren. Zudem fahren die „Mama-Taxis“ in der Früh ebenfalls in den schmalen Friedhofsweg ein, um ihre Kinder in der Früh abzusetzen. Der Bürgermeister versicherte, dass das Thema „Änderung des Eingangsbereiches“ noch nicht vom Tisch ist.

Die Radverkehrssituation an der Kreuzung Allacher-/Münchner Straße beschäftigte Olaf Radtke, die er als sehr gefährlich empfindet. Verkehrsreferent Bernd Wanka (CSU) erklärte, dass er dies bereits dem Staatlichen Bauamt gemeldet habe, jedoch auf kein großes Interesse gestoßen ist, die Gemeinde selbst hat das nicht in der Hand. Radtke sprach an dem Abend auch die fehlenden E-Ladesäulen in Karlsfeld an.

Kolbe berichtete über ein Konzept des Landkreises, für dieses benötigt die Gemeinde einen Partner. Herr Kolbe ist bereits mit Grundeigentümern und Geschäften diesbezüglich im Gespräch. Die ausführliche Präsentation der Bürgerversammlung finden Sie auf unserer Homepage www.karlsfeld.de – Bürgerservice – Veröffentlichungen – Präsentationen Bürgerversammlungen.

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