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D' Ampertaler zeigten bei dem Festzug die originale Dachauer Tracht.

Festzug zur Thoma-Wiese

Das Dachauer Volksfest ist eröffnet

Dachau - Die fünfte Jahreszeit hat in Dachau wieder begonnen: Mit dem Festzug vom Rathausplatz auf die Volksfestwiese. Hier gibt's Bilder davon.

Mit dem Einzug der Trachtenvereine, Musikanten, Politiker, Schausteller, Sanitäter, Bedienungen und Wirte startet das Volksfest auf der Thoma-Wiese.

Ausnahmezustand in der Stadt

Bereits heute Vormittag herrschte Ausnahmezustand in der Stadt: Die Altstadt und die Ludwig-Thoma-Straße waren abgesperrt, damit sich der Festzug mit den prächtig dekorierten Brauereiwagen und Kutschen durschlängeln konnte.

Zehn Tage Volksfest

Dabei führten eine Vorreiterin auf hohem Ross und ein Taferlbua den Zug an – „Auf zum Dachauer Volksfest“ stand auf seinem Schild. Vom Rathaus in der Altstadt marschierte der Zug bis zum großen Festzelt auf der Thoma-Wiese. Zuvor stimmten die Ludwig Thoma Musikanten auf dem Rathausplatz mit zünftiger Blasmusik auf das zehntägige Volksfest ein.

Die Vorfreude war bereits zu spüren

Einige Zuschauer am Straßenrand kamen selbst in Tracht und fieberten bei prächtigem Wetter dem Beginn des Festzugs entgegen. Dabei ließen sie sich auf eine Zeitreise in die vergangenen Jahrhunderte ein: Die Dachauer Trachtenvereine D’Ampertaler und D’ Schloßbergler zeigten sich mit ihren feschen Gewändern, die im 20. Jahrhundert nur zu Festtagen aufgetragen wurden. 

„Eine Dachauer Tracht kann bis zu 8000 Euro kosten“, erklärt Edgar Forster, Mitglied bei den Ampertalern. Denn wer heute eine typische Dachauer Tracht haben möchte, muss sie sich maßschneidern lassen.

Perfekter Auftritt

Maßgeschneidert war auch der Auftritt der zahlreichen Politiker aus dem Landkreis, die sich in eleganten Kutschen zum Volksfest chauffieren ließen: Oberbürgermeister Hartmann und seine Herzensdame, die CSU-Wahlkreisabgeordneten im Bundestag Gerda Hasselfeldt und Beate Walter-Rosenheimer von den Grünen warfen kleine Blumensträuße in das Publikum. Ein wenig eng wurde es in der Kutsche von Bezirkstagspräsident Josef Mederer und den Landtagsabgeordneten Anton Kreitmeier, Martin Güll und Bernhard Seidenath - sie mussten sich das Gefährt zu viert teilen.

Außerdem fuhren auch Wiesn-Wirt des großen Festzeltes Ewald Zechner, Landrat Stefan Löwl und Volksfestreferent Robert Gasteiger mit edlem Gespann vor.

Beim Festzug zur Thoma Wiese schwangen auch die Dachauer Schützenvereine ihre Gründungsfahnen und brachten die Zuschauer zum Mitklatschen. Mitsingen durften die auch bei den Jodlern der Ampertaler und der Schloßbergler. Musikalisch sorgten die Stadtkapelle, die Ampermusikanten und die Knabenkapelle für einen gelungenen Auftakt des Volksfests. Die kulturelle Vielfalt Dachaus symbolisiertem bei dem traditionellen Zug die Dachauer Malweiber und die Kulturgruppen und Politiker aus den Partnerstädten Dachaus.

Ziel: Festwiese

Als Ende des Festzuges kamen schließlich die Schausteller und Bedienungen auf der Thoma Wiese an – und waren mit Kugelschreiber und Notizblock bereits für den Ansturm in den nächsten zehn Tagen gewappnet. Mit vier Schlägen zapfte Oberbürgermeister Florian Hartmann schließlich das erste Fass im großen Festzelt an und rief: „Auf eine friedliche Wiesn!“

Die schönsten Fotos vom Dachauer Volksfest

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