Wichtige Projekte für die Region fehlen

Landrat kritisiert  Bundesverkehrswegeplan

Dachaus Landrat Stefan Löwl freut sich nur bedingt über den neuen Bundesverkehrswegeplan. Der Grund:  Wichtige Projekte für die Region fehlen.

Landrat Stefan Löwl kritisierte zwar den  Bundesverkehrswegeplan,  allerdings lasse der Plan und die Maßnahmen in der Region auch auf Verbesserungen im Landkreis hoffen.

Der vierspurige Ausbau der B 471 von der Einmündung der Schleißheimer Straße in die B 471 bis zur A 92 wird den Verkehrsabfluss zu den Berufsverkehrszeiten nach Einschätzung des Landratsamts erheblich verbessern. Das Gleiche gilt für den vierspurigen Ausbau der B 13 von Maisteig bis zur Anschlussstelle Unterschleißheim der A 92. Auch der vierspurige Ausbau der B 471 auf Fürstenfeldbrucker Kreisgebiet von Geiselbullach bis Fürstenfeldbruck wird laut Landratsamt dafür sorgen, dass der Verkehr besser fließt – und sei zudem „Grundvoraussetzung für eine landkreisübergreifende tangentiale Busverbindung mit S-Bahnanschlüssen von Fürstenfeldbruck über Bergkirchen/GADA bis Dachau und vielleicht sogar mal weiter nach Oberschleißheim“, so Löwl.

Zu begrüßen sei auch der Ausbau der A 99 von der Lindauer Autobahn bis zum Autobahnkreuz Feldmoching einschließlich Allacher Tunnel in mehreren Etappen, weil damit auch für eine „Entlastung auf benachbarten Straßen im Landkreis Dachau gesorgt werde“. Außerdem wird die Anschlussstelle an der A 8 durch die Direktspur für aus München kommende Fahrzeuge auf die B 471 Richtung Dachau ohne Ampel umgesetzt, und die Anschlussstelle an der A 92 ist im laufenden Planfeststellungsverfahren nun kreuzungsfrei vorgesehen – leider ist dieser Teil der A 92 insgesamt jedoch nur im „weiteren Bedarf“ und somit ohne den beschleunigenden Vermerk „Vordringlicher Bedarf“.

„Sehr bedauerlich, aber nicht gänzlich unerwartet ist die Nichtbeachtung des Karlsfelder Tunnels“, so Landrat Löwl weiter. Auch die noch kürzlich bei Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt vorgebrachten Alternativmaßnahmen für die Beseitigung des Nadelöhrs in Karlsfeld haben es nicht in den BVWP geschafft, so Löwl. Es müssten große Anstrengungen unternommen werden, um zur Entlastung Karlsfelds anstelle des Tunnels geeignete Ausgleichsprojekte zu erwirken. „Hier kommt der Bund seiner Verantwortung für diese hochbelastete Straße nur sehr eingeschränkt nach“, sagt Löwl enttäuscht. „Nun müssen wir uns auf andere Alternativen und andere Träger konzentrieren.“ Die Umfahrungen von Dachau und Karlsfeld seien hierbei ebenso wichtig wie die zweite Stammstrecke: „Wenn man nicht unten durchkommt, muss man halt außen rum."

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