1. Startseite
  2. Lokales
  3. Dachau

Es darf einfach nicht nach Politik aussehen

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Sie wollen mehr Jugendbeteiligung: Andrea Roth, Markus Erhorn, Luise Krispenz, Sebastian Leiß und Florian Hartmann. reg
Sie wollen mehr Jugendbeteiligung: Andrea Roth, Markus Erhorn, Luise Krispenz, Sebastian Leiß und Florian Hartmann. reg

Dachau - Mehr Jugendbeteiligung im Landkreis. Das wünschen sich die jungen Politiker aus Dachau, die bei einer Podiumsdiskussion über Jugendbeteiligung sprachen.

Markus Erhorn (FW), Pate am Thementisch Jugend der Integrativen Stadtentwicklung, Florian Hartmann (SPD), Stadtrat und OB-Kandidat sowie ehemaliges Mitglied des Jugendrats, Luise Krispenz (Grüne), Jugendreferentin des Stadtrats, Sebastian Leiß (FW), ehemaliges Mitglied des Jugendrats sowie stellvertretender Vorsitzender Verband bayerischer Jugendbeteiligungsplattformen (VBJ) und Andrea Roth, die Mitglied des aktuellen Jugendrats, sind in einer Podiumsdiskussion der Frage nachgegangen, was Jugendbeteiligung eigentlich ist und wie es möglich ist, diese noch besser zu fördern.

„Es ist die Politik, die sich ändern muss. Es ist an der Zeit, die Wünsche und Ideen der Bürger ernst zunehmen“, sagte Florian Hartmann. „Da möchte ich gerne mitmachen, davon müssen wir die Jugend überzeugen.“ Gerade Jugendliche seien aber schwer auf lange Sicht zu motivieren. „Ihre Interessen ändern sich in nur wenigen Jahren grundlegend“, sagte Luise Krispenz. „Wie sollen wir auch die Jugendlichen erreichen, die ihre Schulausbildung bereits abgeschlossen haben?“ Politik habe den Stempel weg, langweilig zu sein, trocken - mit der Pflicht, an langen Sitzungen teilnehmen zu müssen. „Es darf nicht nach Politik aussehen, wenn wir uns Anregungen von den Jugendlichen wünschen“, sagte Andrea Roth. „Die Jugendlichen müssen erkennen, dass es ihre Bedürfnisse sind, die wir verwirklichen wollen.“

„Wir müssen rausgehen, in Erfahrung bringen, was der Jugend fehlt“, so Markus Erhorn. Aber stecke nicht vielleicht im Desinteresse an der Politik eine gewissen Zufriedenheit? „Wem es gut geht, der unternimmt auch nichts“, warf Sebastian Leiß ein. Doch die Jugend habe sehr wohl Probleme und Anliegen. „Doch die meisten wissen erst gar nicht, wohin sie gehen sollen. Viele glauben, dass sich sowieso nichts ändern würde“, sprach Andrea Roth stellvertretend für ihre Generation. Viel zu lange habe es zum Beispiel gedauert, bis der Bau des Skateparks endlich genehmigt war. Der erste Jugendrat hatte zwar die Idee dafür, doch erst in der zweiten Amtsperiode konnte der Bau tatsächlich realisiert werden. Ein zu langer Atem sei für Projekte notwendig. Eine Mischung aus langfristig und kurzfristig realisierbaren Projekten sei also nötig, um die Jugendlichen davon zu überzeugen, dass ihre Beteiligung etwas bewirken kann, so Hartmann.

(reg)

Auch interessant

Kommentare