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Aufregung trotz Routine: Für das Vivaldi-Orchester ist kein Auftritt wie der andere – auch nach 41 Jahren.

"Das Ungewöhnliche reizt uns"

Das Karlsfelder Vivaldi-Orchester steht zum 41. Mal auf der Bürgerhausbühne. Heuer allerdings mit einem ganz innovativen Programm, verrät Angelika Tausch.

Was erwartet die Gäste heuer im Bürgerhaus?

Dieses Jahr haben wir ein besonderes Programm mit dem Titel „Von Venedig nach Hollywood“ vorbereitet. Neben den gewohnten Klängen der italienischen und alten Zupfmusik spielen wir auch ganz moderne Filmmusik. Eine Mischung bieten wir ja jedes Jahr, heuer sind es aber Stücke, die jeder kennt – von Fernsehabenden auf dem Sofa. Es ist das erste Mal, dass Film- und Unterhaltungsmusik im Vordergrund steht.

Ungewöhnlich für ein Zupforchester, oder?

Genau das reizt uns. Ein Zupforchester, dass einen Western imitiert oder die Fluch-der-Karibik-Melodie, das ist sicher spannend zu hören.

Woher stammt die Idee für dieses Programm?

Wir überlegen immer gemeinsam bei unseren Proben, was wir spielen wollen. Wir experimentieren viel und hören, wie es klingt. Dem Programm dann einen Namen zu geben, ist ein kreativer Prozess. Wir wollten dieses Mal die Filmmusik in den Mittelpunkt stellen, aber gleichzeitig betonen, dass uns auch die klassische Musik wichtig ist. Deswegen Venedig – als Ursprung von Antonio Vivaldi, unserem Namenspatron.

Wie viele Musiker stehen bei dem Vivaldi-Konzerten auf der Bühne?

Wir sind rund 30 Musiker, darunter einige Solisten. Heuer haben wir mit dem Karlsfelder Sinfonieorchester einen Solisten-Austausch organisiert. An deren Jubiläumskonzert haben zwei Solisten von uns an Mandolinen mitgespielt, im Austausch unterstützt uns am Samstag ein Solist an der Oboe.

Wie lange laufen die Proben schon?

Unser Programm planen wir immer für ein ganzes Jahr. Wir fangen im September an, die Stücke intensiv einzustudieren und treten dann im Sommer mehrmals auf. Inzwischen haben sich natürlich viele Rituale eingespielt, wir können auf Erfahrungswerte zurückgreifen.

Ist trotzdem noch jedes Konzert etwas völlig Neues für die Vivaldis?

Ja, schon allein deshalb, weil das Programm jedes Mal völlig neu und anders ist. Und es ist spannend, wie das Publikum reagiert. Wir wissen ja im Voraus nicht, wie unsere Stücke ankommen. Deshalb bleibt es immer aufregend, auch wenn die Bühne jedes Jahr dieselbe ist. Die Routine ist nur hilfreich bei der Vorbereitung.

Spielen Sie auch auf fremden Bühnen?

Ja, wir treten jedes Jahr auch außerhalb Karlsfelds auf. Dann ist es natürlich immer besonders spannend. Heuer sind Ende Juli schon zwei Konzerte geplant: in Deggendorf und im Schloss Amerang . Dort ist das Ambiente großartig. Interview: Katrin Woitsch

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