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Deutschland wird gewinnen, glaubt August Fracasso, Inhaber der Pizzeria Roma in Dachau.

Für Deutschland und Italien

"Es gibt keinen Angstgegner"

Dachau – Vor der Viertelfinalpartie gegen Italien: Müssen wir zittern vor dem Angstgegner? „No. Es gibt keinen Angstgegner“, meint Augusto Fracasso, Betreiber der Pizzeria Roma und leidenschaftlicher Fußballfan. „Deutschland ist ja Weltmeister.“

„Ich glaube, das Spiel geht 2:1 aus, für Deutschland“, legt sich Fracasso fest. Auch eine Verlängerung sei möglich. Für Fracasso ist das aber definitiv nicht das Wunschergebnis. „Da tippe ich auf 1:0.“ Für wen? „Natürlich für Italien“, sagt er schmunzelnd.

Das Tor werde dann Graziano Pellè machen, tippt der Fußballexperte. „Das ist der Mann, der Euch in Schwierigkeiten bringen wird!“, droht er lachend.

Augusto Fracasso bezeichnet sich selbst als „fußballverrückt“. In seiner Gaststätte in der Würmstraße laufen alle Spiele der Fußball-Europameisterschaft. „Ich selbst bin aber nicht der Typ für Public Viewing“, gibt Fracasso zu. Der 60-Jährige wird deshalb das Viertelfinale zusammen mit Freunden im italienischen Fernsehen verfolgen, der Kommentar sei dort besser.

Dennoch sieht Fracasso eher die Deutschen im Viertelfinale vorne. „Die italienische Mannschaft ist unterlegen.“ Zumindest, was das spielerische Talent betreffe. „Wir haben keinen Pirlo mehr“, erzählt Fracasso schon fast ein bisschen wehmütig, in Anlehnung an den ehemaligen Spielmacher der Italiener.

Allerdings habe es der italienische Nationaltrainer Antonio Conte geschafft, aus den Italienern ein Team zu formen – und wenn die Mannschaft funktioniere, dann hat sie eine Chance gegen Deutschland. Die Abwehr Italiens sei ohne Frage „weltklasse“. Allerdings treffe das auch auf die deutschen Innenverteidiger zu.

Augusto Fracasso wägt ab. Die italienische Mannschaft ist im Durchschnitt die älteste Mannschaft des Turniers – Deutschland dagegen die jüngste. „Das könnte dann ein Vorteil für die Deutschen sein.“

Hinsichtlich des Spiels herrscht in der Familie Fracasso Einigkeit. Deutschland werde das Spiel für sich entscheiden. „Mein Wunsch ist das natürlich nicht“, meint auch Sohn Fabio Fracasso. Die Deutschen müssten nur positiv an das Spiel rangehen. Und nicht schon von „vornherein glauben“, dass sie verlieren. Dieser Meinung ist auch Augusto Fracassos Gattin. „Wir gewinnen ja immer, egal wie das Spiel ausgeht“, freut sich Adina Fracasso nach so vielen Jahren in Deutschland.

Auch ihr Mann denkt so: „Für mich gibt es nur zwei Fußballnationen: Italien und Deutschland.“ Fracasso freut sich auf eine gute Partie: „Es spielen zwei Weltmannschaften."
map/sj

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