Bleibt weiter verschwunden: die Tür mit der Aufschrift „Arbeit macht frei“an der KZ-Gedenkstätte. foto: betz

Die Belohnung steigt auf 10000 Euro

Dachau - Nach dem Diebstahl der Eingangstür zum ehemaligen KZ Dachau ist die Belohnung für Hinweise zur Aufklärung der Tat erhöht worden. Für Hinweise gibt es jetzt 10000 Euro.

Die Stiftung Bayerische Gedenkstätten hat die vom Landeskriminalamt ausgesetzte Belohnung auf 10 000 Euro aufgestockt.

Dachau - Bei einem Runden Tisch der Gedenkstättenverantwortlichen mit Sicherheitsexperten wurden gestern in München als Reaktion auf den Diebstahl der Eingangstüre zum ehemaligen KZ Dachau weitere Vorsichtsmaßnahmen vereinbart.

Wer der Polizei einen sachdienlichen Hinweis zum Diebstahl des Eingangstores der KZ-Gedenkstätte Dachau geben kann, soll nunmehr 10 000 Euro erhalten. Die Stiftung Bayerische Gedenkstätten erhöhte die vom Landeskriminalamt ausgesetzte Belohnung gestern um 7 000 Euro.

Bisher unbekannte Täter hatten in der Nacht auf den 2. November die rund 100 Kilogramm schwere Türe entwendet. Die darauf angebrachte zynische Aufschrift „Arbeit macht frei“ gilt als zentrales Symbol des Leidensweges der KZ-Häftlinge.

Sachdienliche Hinweise zum Diebstahl, zu verdächtigen Personen und Fahrzeugen nimmt die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck unter der Telefonnummer 0 81 41/ 61 20 entgegen.

Zudem informierte Stiftungsdirektor Karl Freller die Öffentlichkeit über weitere Ergebnisse des Runden Tisches. Unter anderem sollen in Dachau und Flossenbürg Videokameras installiert werden. Zwischen den Experten herrschte Einigkeit über eine Intensivierung der turnusmäßigen Sicherheitsgespräche. Weitere Vorschläge werden dem Stiftungsrat bis zum 26. Januar gemacht.

Freller bat zugleich um Verständnis, dass weitere Inhalte zu den besprochenen Sicherheitsthemen aus naheliegenden Gründen nicht nach außen kommuniziert werden können. dn

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