„Dieser Zeitplan ist Illusion“

Petershausen - Die Verwaltung hat einen ambitionierten Zeitplan für die Petershauser Ortskernsanierung vorgelegt: Danach könnte im Frühling 2017 weiter gebaut werden. Doch der Bürgermeister hält den für „ein stückweit Illusion“.

Die SPD-Fraktion im Petershauser Gemeinderat wollte die Ortskernsanierung vorantreiben, und hat deshalb beantragt, dass die Bauabschnitte zwei und drei vorgelegt werden. Daraufhin legte Verwaltungs-Geschäftsleiterin Irene Reichel einen äußerst ambitionierten groben Zeitplan vor, wonach frühestens im Frühling 2017 weitergebaut werden könnte. „Wenn sich da etwas verzögern würde, könnte ich das durchaus verstehen“, erwiderte darauf in seiner gewohnt trockenen Art Gerhard Weber (CSU). FW-Fraktionschefin Andrea Stang stellte heraus, dass es sich dabei nur um eine unverbindliche, grobe Schätzung handeln könne.

Bei Schwierigkeiten im Bauabschnitt drei, dürfe sich Abschnitt zwei bis zur Varenner Straße nicht auch verzögern, mahnte SPD-Fraktionsvorsitzender Dr. Rolf Trzcinski. Doch Bürgermeister Marcel Fath (FW) gab zu bedenken, dass es sich um ähnliche Probleme wie Grundstücksfragen und teilweise die gleichen Beteiligten bei beiden Bauabschnitten handle. Generell stellte Fath klar: „Dieser Plan ist ein stückweit Illusion. Denn so könnte es sein, wenn alles ideal liefe.“ Doch damit rechnet auch er nicht. Die Betroffenen sollen zwar verbindliche Informationen erhalten, doch davon sei man noch weit weg, so Fath. Wie auch von einer Schlussabrechnung aus Bauabschnitt eins, so Fath weiter. „Die Rechnungen bröseln so herein. Wenn es in dem Tempo so weitergeht, kommt eine Schlussabrechnung erst 2016.“ Mit einer Straßenausbaubeitragsrechnung sei daher auch nicht vor 2016 zu rechnen.

Irene Reichel betonte, die Unwägbarkeiten für die Planung der Bauabschnitte zwei und drei seien vor allem in der ausführlichen Bürgerbeteiligung während der Planung begründet. Der zweite Bürgermeister Wolfgang Stadler (SPD) erklärte: „Alles Jammern hilft nichts“, schneller gehe es nun einmal nicht. Hildegard Schöpe-Stein (SPD) gestand ein, dass sie zu wenig Erfahrung habe: Sie habe sich gewundert, dass das alles „so lange dauert“. Stang regte eine Informationsveranstaltung für die neuen Gemeinderäte an, „nur kurz reflektieren, wie der bisherige Ablauf war.“

Der von Irene Reichel vorgelegte grobe Zeitplan wurde einstimmig vom Gemeinderat zur Kenntnis genommen. Gleichzeitig forderte der Rat, die Verwaltung solle ihn jeweils zeitnah informieren, wenn sich etwas verzögert.

(rds)

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