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Lässt die Kritik nicht gelten: Messechef Josef Albert Schmid (r.), hier auf der Diva 2015 mit Dachaus Wirtschaftsförderer Stefan Wolf.

Diva-Chef reagiert auf Kritik

"Dachau müsste stolz sein"

Dachau -  Der Chef der Diva wundert sich über Kritik und geht in die Offensive: Im Vergleich zu anderen Messen sei die Dachauer Informations- und Verkaufsausstellung geradezu ein Vorzeigemodell in Bayern. Und das belegt er mit Zahlen.

Wie berichtet, hatten SPD und Bündnis die Diva komplett in Frage gestellt. Das Interesse von Ausstellern und Publikum sei gleichermaßen gering, außerdem die Kosten für die Stadt zu hoch, argumentierten die beiden Stadtratsfraktionen, die deshalb den Antrag gestellt haben, die Diva einzustellen.

Über den angeblichen Rückgang der Aussteller seit 2009 sagt Schmid: „Die Zahl der Aussteller aus der Stadt Dachau hat von 2013 auf 2015 zu- statt abgenommen – zwar ,nur‘ um drei Stück, von 67 in 2013 auf 70 in 2015. Aber es ist kein Rückgang sondern ein Zuwachs zu vermerken, in der für die Stadt wichtigen Ausstellergruppe.“

In den Jahren 2009 und 2011 hat der Energietag am Wochenende auf der Divastattgefunden. Die dortigen Aussteller waren nur zwei der fünf Tage auf der Messe. Schmid: „Dadurch könnte der Eindruck entstehen – betrachtet man ,nur‘ die Zahlen von Stadt und Landkreis – es wären 50 Aussteller weniger dabei. Dieser Eindruck ist jedoch schlicht falsch, weil es sich dabei um Spezial-Aussteller handelt, die ein bestimmtes Thema für zwei Tage erfüllt haben.“

Auf die gesamte Veranstaltung bezogen, sei die Anzahl der Aussteller von 2009 verglichen mit 2015 um 12 oder um 4,7 Prozent zurückgegangen. Insgesamt seien Schwankungen im Fünf-Prozent-Bereich bei Messen aber normal und nicht etwa ein Grund zur Panik.

Auch den Vorwurf, nur ein geringer Anteil der Dachauer Gewerbe- und Handwerksbetriebe nehme teil, will Schmid nicht stehen lassen: „Rund 30 Prozent aller Diva-Aussteller kommen aus der Stadt Dachau. Zum Vergleich: Bei der FFB-Schau sind es neun Prozent, die aus Olching – also aus der Gastgeber-Stadt – kommen.“ In Dillingen, Weilheim, Weißenburg, Ansbach, Lohr am Main, Heidenheim, Aalen oder Ellwangen rangiere diese Zahl zwischen drei bis maximal zwölf Prozent aller Aussteller. „Und in diesen Städten freuen sich alle über die ihrerseits gefühlt hohe Beteiligung!“, betont der Messeveranstalter. „Dachau ist hier in einem Zeitraum von zehn Jahren etwas Besonderes gelungen.“ 30 Prozent der Aussteller kämen direkt aus der Stadt, das gebe es kein zweites Mal in Bayern. 50 Prozent seien aus Stadt und Landkreis, 85 Prozent aus einer 50- Minuten-Fahrtzeitzone.

Auch das Argument, es gebe keine Untersuchungen bezüglich einer positiven Wirkung der Verkaufsausstellung, wurmt Josef Albert Schmid. Denn der Messebeirat verfüge über mannigfaltige Beweise von positiven Auswirkungen der Verkaufsausstellung, und das auch zahlenmäßig belegt. Diese natürlich wirtschaftliche für die einzelnen Betriebe sensiblen Daten und Fakten würden teilweise sogar öffentlich bei Schulungen und Workshops geäußert und besprochen.

Schmid: „Die unzähligen Beweise, Belege und Untersuchungen einer positiven Wirkung der Verkaufsausstellung müssen nur abgeholt werden. Alles, was man sich wünscht, ist da: genügend Aussteller, sehr hohe lokale Beteiligung, Fakten, die tausendfach städtische Wirtschaftsförderung belegen."

All das lässt aus seiner Sicht nur einen Schluss zu: „Dachau müsste sich eigentlich hinstellen und stolz auf die Diva sein und sie nicht in Frage stellen."

tor

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