Eröffnung im Museum: Annalena Elsner (l.) und Prof. Dr. Wilhelm Liebhart (r.) stellten die Ausstellungen vor, Antin Jais vom Dachauer Forum hörte interessiert zu. Foto: gh

Doppelausstellung feiert Premiere

Altomünster - Wandernde Geschichtswerkstatt: In Altomünster sind erstmals beide Ausstellungen zu sehen.

Es ist ein Lehrgang für Zeitgeschichte, und zahlreiche Besucher sind bereits eingetaucht in das Projekt Geschichtswerkstatt, das von einem großen Team in schon mehreren Orten des Landkreises präsentiert wurde. Am Freitagabend waren zahlreiche Besucher und Ehrengäste im Museum Altomünster dabei, als Prof. Dr. Wilhelm Liebhart, Vorsitzender des Museumsvereins, erstmals in einem Ort die Doppelausstellung der Geschichtswerkstatt eröffnete: „Kriegsende und Nachkriegszeit im Landkreis Dachau“ sowie das „Lager und der Landkreis“.

Die erste Ausstellung mit acht Ausstellungsplakaten wurde in Altomünster bereichert durch lokale Dokumente von Annemarie Seidenbusch, Wolfgang Graf und Rosemarie Henkel. So ist beispielsweise in einer Vitrine gesammelt, was Vertriebene mitgebracht haben, als sie in die Marktgemeinde kamen. Wolfgang Graf hat Sterbebilder beigesteuert von 16 Altomünstereren, die in der Kriegsgefangenschaft ihr Leben ließen.

Die zweite Ausstellung ist ein Biographieprojekt, bei dem zehn Personen vorgestellt werden, die entweder im Landkreis geboren und aufgewachsen sind und ins KZ gebracht wurden oder aber trotz KZ-Gefangenschaft und aller Leiden im Landkreis geblieben sind. Einer davon: Pfarrer Paul Lachawietz. 25 Jahre lang war er Kaplan in Altomünster, dann Pfarrer in Sittenbach. Auch seinen Lebensabend hat Lachawietz in Altomünster verbracht. (sas)

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