Das Schloss Eisenhofen um 1700 war unter anderem eine Sommerresidenz für die Fürstbischöfe von Freising. Foto: kn

Ein Dorf im Spiegel der Zeit

Eisenhofen - Sie wollen in ihrem Dorf nicht nur leben, sondern auch das Leben von früher anschaulich machen. Mittlerweile ist der Verein Heimatgeschichte Eisenhofen auf gut 50 Mitglieder angewachsen.

Aus einer Arbeitsgruppe um Josef Arzberger heraus hat sich der Verein Heimatgeschichte Eisenhofen im November 2009 gebildet. Damit bekam Arzbergers Anliegen, die Geschichte von Eisenhofen zu ergründen, aufzuarbeiten und irgendwann im Buch festzuhalten, auch einen offiziellen Charakter. Ihm zur Seite steht als zweiter Vorsitzender Andreas Maier.

Bei der zweiten sehr gut besuchten Mitgliederversammlung konnte er verkünden, dass man mittlerweile schon „einen größeren Schritt nach vorn“ getan habe. Weit fortgeschritten ist man beispielsweise mit der Geschichte des Adelsgeschlechts der Eisenhofer. Bereits abschließen konnte man die Geschichte des Schlosses, die Schulgeschichte von Hof sowie Abhandlungen über Weihbischof Neuhäusler und Bruder Josef Grahamer.

Maria Luegmair fand zudem Interessantes zum Hopfenanbau in Eisenhofen heraus, der immerhin ab 1805 belegbar ist. Demnach gab es mehrere Hopfengärten im Ort und am Petersberg. Der politische Wille, den Hopfenanbau in der Holledau zu konzentrieren, führte jedoch Anfang des 20. Jahrhunderts zum Ende des Hopfenanbaus und zum Niedergang kleiner Brauereien.

Kleine Wissenslücken gibt es noch bei der Geschichte der Gemeinde Eisenhofen, bei der Häuser- und Pfarrgeschichte, große Defizite aber bei der Geschichte der Vereine oder von Handwerksbetrieben. Es sei schwierig, alte Zeitungen zwischen 1926 und 1950 zu finden, die auch in anderen Bereichen weiterhelfen könnten, so Arzberger, der sich über jede Mithilfe, jeden Hinweis auch zu anderen Gebieten und vor allem über das große Interesse junger Leute im Verein freut.

Er selbst ist inzwischen Dauergast in der Bayerischen Staatsbibliothek. Mindestens einmal pro Woche verbringt er dort etliche Stunden oder geht ins Internet. „Es gibt noch viel zu tun“, so Arzberger. Aber Ende 2012 will man bereits erste Artikel für ein Heimatbuch setzen lassen.

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