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Eng und meist verparkt: die Waldstraße in Großberghofen-Siedlung. 

Dorfbegehung  Grossberghofen

Waldstraße ist eine Schnell- und Parkstraße

Erdweg - Die Waldstraße in Großberghofen-Siedlung ist offenbar ein neuralgischer Punkt: an vielen Stellen deutlich beschädigt und teilweise völlig verparkt. Damit konfrontierten die Großberghofer Bürgermeister Georg Osterauer bei seiner zweiten Dorfbegehung.

Die Waldstraße ist eng und meistens völlig verparkt. Vor allem an den Wochenenden sammeln sich gleich mehrere Laster, oft mit ausländischen Kennzeichen, die montags gleich in der Früh die Firma U-shin beliefern müssen. Doch was den Anwohnern am meisten „stinkt“ und das auch im wörtlichen Sinne: „Die Fahrer entsorgen ihren Müll meist im angrenzenden Wald und nutzen diesen oft auch als Toilette“, weiß Elisabeth Dötterl, Spaziergängerin aus Leidenschaft und eine der engagiertesten Fragerinnen beim Ortstermin mit 14 Großberghofern und Erdwegs Gemeindechef. Der versprach, sich mit der Firma in Verbindung zu setzen, zumal U-shin ja einen großen Firmenparkplatz hat.

Allgemein waren sich die Anwesenden einig, dass die Waldstraße mit ihren Nebenstraßen auch von den Anwohnern selbst völlig verparkt werde. Zu viele Fahrzeuge, zu wenig Abstellmöglichkeiten. Sogar die Grüninseln würden als Parkbuchten genutzt, wie zum Beispiel in der Winterstraße. „Dann kann man die Inseln ja gleich wegmachen“, so die fast einhellige Meinung. Doch Bürgermeister Georg Osterauer will, dass nicht noch mehr Grün vernichtet wird. Elisabeth Dötterl überlegte laut, ob in der Winterstraße nicht ein einseitiges Parkverbot sinnvoll wäre.

Größtenteils eine Grünanlage ist mittlerweile der Kinderspielplatz an der Waldstraße. Mehrere Spielgeräte wurden entfernt, weil sie nicht mehr funktionstüchtig oder gar gefährlich waren. Sie sollen jetzt durch neue Spielgeräte ersetzt werden.

Ein großes Anliegen ist den Großberghofern auch, dass die Waldstraße saniert wird. „Das schönste Stück ist da, wo die Gasleitung installiert wurde. Alles andere ist Flickwerk“, so Steffen Hantsch.

Ein nicht minder großes Ärgernis ist Raserei. Laster, Pflegedienste, aber auch Anlieger würden die Waldstraße geradezu als Schnellstraße ansehen. Einmal mehr wurde hier Tempo 30 als dringend notwendig angesehen. Bürgermeister Georg Osterauer will diese Möglichkeit jetzt im Benehmen mit der Polizei ausloten.

In diesem Zusammenhang regte Elisabeth Dötterl an, den Gehweg von der Winter- zur Frühlingstraße weiterzuziehen. „Hier wäre ein halber Meter Platz, aber es gibt für Fußgänger keine Möglichkeit auszuweichen“, so Dötterl. „Auch der Gehweg an der Waldstraße ist nur einseitig ausgebaut“, bemängelte Johann Weigerding.

Angeregt wurde auch, den Fußweg bis zum Friedhof hin zu verlängern. Dies sieht Bürgermeister Osterauer allerdings als zu großen Eingriff in die Natur. Es sei auch eine Frage, „ob wir uns das leisten können“, so Osterauer. Manches sei zwar wünschenswert, aber derzeit nicht zu realisieren.

Elisabeth Dötterl fragte auch nach altersgerechten Wohnmodellen in der Gemeinde Erdweg. Dies, so Osterauer, sei eventuell mit der Änderung des Einheimischenmodells möglich. Denn dabei müsse auch ein Teil für sozial verträgliches oder eben altersgerechtes Wohnen abgezweigt werden.

Sabine Schäfer

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