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Besonders das alte Lehrerhaus in Walkertshofen wurde begutachtet. 

Dorfbegehung  Walkertshofen

Wohnungen, wo einst die Lehrer lebten

Walkertshofen - Sie soll eine Ergänzung zur Bürgerversammlung sein. Am Donnerstagabend kamen 13 Interessierte zur Dorfbegehung in Walkertshofen. In jedem Gemeindeteil ist eine vorgesehen.

Die Bezeichnung Dorfbegehung war eigentlich zu hoch gegriffen. Denn Erdwegs Bürgermeister Georg Osterauer blieb mit den Walkertshofern mehr als eine Stunde vor dem alten Lehrerhaus stehen. Hier steht eine der größten Maßnahmen in der nächsten Zeit für Walkertshofen an. Und die rief großes Interesse hervor.

Das alte Lehrerhaus wird nämlich derzeit leer geräumt und in absehbarer Zeit abgerissen, so Georg Osterauer. In einem Neubau sollen dann im Erdgeschoss die Eichengrün-Schützen untergebracht werden, im ersten Stock sowie im Dachgeschoss sollen Sozialwohnungen entstehen. „Wir müssen definitiv auch in den Ortschaften mehr Wohnungen anbieten. Da haben wir Nachholbedarf“, kündigte Osterauer an. Entsprechende Haushaltsmittel seien bereits im Haushalt eingestellt.

Raumbedarf haben allerdings auch die örtlichen Schützen, wenn – wie vor kurzem im Gemeinderat beantragt – das Wirtshaus Bockschneider abgerissen wird. Auch hier will der Eigentümer voraussichtlich Wohnungen bauen (wir haben berichtet). Der geplante Abriss stieß Felix Schuster jedoch sauer auf. Er fragte nach, ob die Gemeinde das nicht verhindern könne. Kirche und Gasthaus gehörten seiner Meinung nach doch zu den Herzstücken eines Ortes. Doch musste ihm der Gemeindechef mitteilen, dass ein Privatmann mit seinem Eigentum machen kann, was er will. „Und der Trend geht halt leider dahin, dass es immer schwieriger wird, eine Wirtschaft zu erhalten“; so Osterauer. Daher wolle man hier eine Art Begegnungsstätte schaffen, die andere Vereine mitnutzen können, wenn die Schützen die Räumlichkeiten gerade nicht brauchen.

Benno Schegg wollte wissen, ob für Walkertshofen, Welshofen und Unterweikertshofen nicht auch ein Gasanschluss geplant sei. Bürgermeister Osterauer zeigte jedoch auf, dass die Leitungen nur in den Ortschaften entlang der Staatsstraße und der Bahnlinie gelegt wurden. Denn dort sei in erster Linie Bebauung vorgesehen.

Auch nach der Möglichkeit, Tempo 30 in der Ortsdurchfahrt einzuführen, wurde gefragt. Doch hier habe die Gemeinde keine rechtliche Handhabe, erklärte Georg Osterauer. „Wir würden einen Präzedenzfall schaffen.“ Jedoch seien Temposys-Geräte immer wieder im Einsatz.

Roman Breisch bat Bürgermeister Osterauer, ob die Gemeinde nicht den Blitzableiter auf dem Kirchendach versetzen könnte. Vor kurzem habe er dort zwei Störche gesichtet, die offensichtlich ein Nest dort bauen wollten, aber keinen Halt gefunden hatten. „Und dann sind sie wieder davongeflogen“, bedauerte Breisch. Eine Verlegung will der Erdweger Gemeindechef nun prüfen lassen.

Die nächste Dorfbegehung findet am Donnerstag, 14. April, um 19 Uhr in GroßberghofenSiedlung statt. Treffpunkt: Spielplatz Waldstraße.

Sabine Schäfer

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