Petershausens früherer dritter Bürgermeister starb mit knapp 82 Jahren

Trauer um Dr. Manfred Sommerer

Nach langer Krankheit ist der frühere Petershausener Tierarzt, Gemeinderat und dritter Bürgermeister Dr. Manfred Sommerer am vergangenen Freitag gestorben.

Petershausen – Geboren wurde Sommerer am 4. Februar 1936 im Radl-Ziller-Anwesen in Petershausen. Nach Kindheit und Jugend im Ort studierte der Sohn eines Tierarztes Veterinärmedizin und übernahm die Praxis des Vaters. Mit seiner Frau Brunhilde gründete er eine Familie. Das Paar bekam eine Tochter, Barbara. Sommerers ganzer Stolz war seine Enkelin. In seiner Kindheit und Jugend war er ein begeisterter und Fußballspieler für den Sportverein Petershausen, dem er 61 Jahre angehörte und dessen Ehrenmitglied er war. 1976 gründete er zusammen mit anderen die Turnabteilung und baute diese mit auf. Weit über 30 Jahre war er Prüfer bei der Abnahme des Bayerischen Sport-Leistungs-Abzeichens, das er selbst 33-mal in Gold machte. Fast zehn Jahre trainierte Sommerer die Kinder-Leichtathletik-Gruppe.

Daneben pflegte er in Geschichten und Gedichten sowie als Mitarbeiter des „Bayerischen Wörterbuchs“ den bayerischen Dialekt. Furore machte er als Nikolaus im Kindergarten und in Vereinen sowie über 20 Jahre als Bass im Kirchenchor. Zusammen mit seiner Frau bildete er auch einmal das Petershausener Prinzenpaar und 1998 das historische Prinzenpaar.

Nach dem Eintritt in den Ruhestand war Dr. Sommerer von 1996 bis 2014 FW-Gemeinderat sowie die letzten sechs Jahre dritter Bürgermeister. Die frühere Bürgermeisterin Elisabeth Kraus würdigte seine wohlüberlegte Haltung und sein ausgleichendes, friedvolles Wesen. Gut im Gedächtnis geblieben ist FW-Fraktionsvorsitzender Andrea Stang Sommerers öfter geäußerter Ausspruch: „Da haben wir wieder einmal die Wahl zwischen Pest und Cholera.“ 2016 verlieh ihm der Gemeinderat die Bürgermedaille. Im Jahr zuvor hatte ihm die Bayerische Akademie der Wissenschaften ihre Ehrennadel verliehen.

Beerdigung

Die Trauerfeier findet am Mittwoch, 31. Januar, um 10 Uhr in der Pfarrkirche Sankt Laurentius statt. Anschließend folgt die Beerdigung auf dem Gemeindefriedhof.

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