Ingolstadt entlässt Walpurgis - Interims-Nachfolger steht fest

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Am Ortsausgang von Ebertshausen wird gedreht.

Dreharbeiten am Ortsrand

Mafia-Verstrickungen mitten in Bayern

Ebertshausen - „Mach mal einen Doppelten“, ist eine Frauenstimme am Feld von schier endlos blühenden Sonnenblumen zu hören. Kurz darauf  tönt ein „Juchuchu“ durch die schwüle Hitze, dann ein „Super – danke das war’s“. Natürlich wollte so mancher Dorfbewohner  wissen, was da am Ortsausgang in Richtung Wenigmünchen los war. Die Reihe von Autos und Lastern am Straßenrand, das nächtlich hell erleuchtete Sonnenblumenfeld von Richard Wirthmüller – alles nicht in der gewohnt beschaulichen Ordnung. Doch dafür gab es schnell eine einfache Lösung. Es wurde gedreht.

Ein neuer Kinofilm. Eine bayrisch-italienische Komödie mit der beliebten Schauspielerin Jule Ronstedt als Regisseurin. Jule Ronstedt, die sicher den meisten vom Fernsehen her bekannt ist, wo sie die Rolle der „Franzi“ in der gleichnamigen Serie gespielt hat. Nun war es ihr eine „Herzensangelegenheit“, so sagt sie, „diesen Film zu machen“, wofür sie auch das Drehbuch geschrieben hat. „Maria Mafiosi“ heißt derzeit noch der Arbeitstitel. „Der könnte sich aber noch ändern“, wird während eines Gesprächs mit den Dachauer Nachrichten erklärt.

Das „Basislager“ hat die Filmcrew im Hof von Dominik Wagner, eingerichtet. Dort trafen sie sich zur kleinen Pause, zur Fußkühlung, zum Mittagessen, das der hervorragende Koch zauberte. Und dort sah man endlich auch die Hauptdarsteller dieser Filmeinstellung: Lisa Potthoff, Alexander Held und Serkan Kaya. Alle zuvorkommend, freundlich und sympathisch.

Fast wie vor 33 Jahren, als in Ebertshausen schon einmal gedreht wurde. Damals war es die „Hochzeit“ von Ludwig Thoma, und Drehort war das schöne alte Wirtshaus der Baumgartner Geschwister Maria und Anna, welches es heute in dieser Form nicht mehr gibt.

Zum Film: Maria Moosandl (Lisa Potthoff), Polizistin in Landsberg, ist hochschwanger und schwer verliebt in Rocco Pacelli (Serkan Kaya). Bis jetzt haben sie und ihr Geliebter das Geheimnis ihrer Beziehung gut gehütet, doch nun ist es höchste Zeit, die Verbindung ihren Familien offenzulegen.

Das ist nicht ganz einfach, denn eine italienische Familie mit einer bayerischen Polizistenfamilie zu verbinden, führt zu Komplikationen. Silvio Pacelli, Vater von Rocco und Wirt der ortsansässigen Pizzeria „Il Paradiso“, ist tief in mafiöse Machenschaften verstrickt und hat mit seinem Sohn bereits Pläne: Rocco soll Donatella aus Neapel heiraten, die schöne Tochter eines mächtigen italienischen Mafiabosses, um den Einfluss des Pacelli-Clans weiter zu stärken. Maria will ihre Nebenbuhlerin loswerden, hat aber auch noch andere Sorgen: Sie und ihre Kollegen fischen eine Leiche aus einer Jauchegrube. Maria weiß noch nicht, dass es sich um einen italienischen Konkurrenten von Silvio handelt, alle Spuren führen aber in Roccos „familiäres“ Umfeld.

Zudem gerät ihr eigener Vater Jürgen Moosandl – der Polizeichef von Landsberg – in ihren Fokus. Hat Jürgen seine jüngste Beförderung geheimen Absprachen mit Silvio zu verdanken? Als auch noch der rachsüchtige Bruder des Toten in Landsberg eintrifft, ist Marias Work-Life-Balance endgültig passé: Die Polizistin muss nicht nur ihre Familienangelegenheiten, sondern auch die der Gemeinde in Ordnung bringen.

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